Liebe Königin, liebe Lesbier und Lesbierinnen!

Lesbian parents can both be called mother – Telegraph

Ihr meint es progressiv, ich weiß. Ihr wollt die neuen MenschInnen sozialwandlerisch implementieren, Sehnsüchte wunschtraumgemäß verwirklichen. Mit der Power der Definition. O Staat, sprich nur ein Zauberwort, so wird meine Seele gesund. Wir müssen die stereotypen genetischen Klischees überwinden. Eine Frau soll sich frei erfinden dürfen. Eine Frau kann nämlich alles sein. Zum Beispiel eine Mutter, ohne ein Kind zu kriegen. Auch ein Vater. Wenn sie es sich nur fest genug vorstellt. Und so lange beharrlich jammert und fordert, bis man ihr den Gefallen tut und ihr es amtlich bestätigt, am besten per Gesetzeswortlaut. Daß keiner sich mehr das Maul zerreißen darf, weil er sonst wegen Diskriminierung ins Gefängnis kommt.

Was könnt Ihr dafür, wenn die Politiker so weich in der Birne sind, daß sie das Spiel nicht durchschauen? Sollt Ihr so blöd sein, auf Euren Vorteil freiwillig zu verzichten, wenn er so leicht zu gewinnen ist? Sollt Ihr vielleicht die Altruisten mimen, denen die unmündige Kinderseele mehr zählt als die mündige eigene? Schnäppchen sind Frauensache! Wo es doch sowieso nur ein patriarchales Vorurteil ist, daß Kinder Väter brauchen. Die Psychologen sagen es doch hochoffiziell, daß mitnichten irgendwelche negativen Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung in wissenschaftlichen Untersuchungen belegbar sind.

Und was soll’s, die EU-Richtlinien verbieten sowieso jede Art von Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung! Der Zug ist doch längst abgefahren. Es geht nur mehr um die Umsetzung. Früher oder später müssen alle einsteigen. Der Fortschritt läßt sich nicht aufhalten, und das Rad der Zeit kann man nicht zurückdrehen. Hetero ist out, die biologische Familie ist gescheitert, und neue Lebensformen sind eine pragmatische Realität, der sich die Gesellschaft öffnen muß. Alles andere ist Nostalgie, basta.

Ihr könnt Euch meinen Kommentar runterladen oder hier anhören. Mit solidarischen ewigmorgigen Grüßen!

Ja, ich weiß, ich habe ihn ausgelagert, meinen Kommentar, könnte man sagen. Allerdings handelt es sich nur um ein Zitat, das den Geist illustriert, dem Ihr folgt, ohne Euch selbst und den anderen darüber Rechenschaft abzugeben.

Ihr aber, ihr lagert Empfängnis und Schwangerschaft, Geburt, Stillen und Aufziehen der Kinder je nach emotionaler Kostengünstigkeit aus, ohne Euch ein schlechtes Gewissen dafür machen zu lassen, schon gar nicht, aus eigenem Antrieb Euch selbst moralisch und menschlich in Frage zu stellen. Solange man Euch nicht zu Rücksicht auf Schwächere und Zurückhaltung gegenüber denen, die Euch ausgeliefert sind, zwingt, fuhrwerkt ihr ohne Grenzen postmoralisch und bedarfsethisch mit allen, allem und jedem nach Lust und Laune herum, der sich nicht selbst gegen Euch wehren kann und dem keiner hilft, der stärker ist als Ihr.

Wie sollt Ihr auch, es liegt nicht in Eurer Natur, ohne Not Selbstbeschränkung des Egoismus zu betreiben. Und je heftiger die Gesellschaft die Wirksamkeit der gemeinten geschlechtstypischen Natur in apodiktische Abrede stellt, desto ungehemmter ergebt Ihr Euch der eingeborenen Versuchung zur Schamlosigkeit ohne Grenzen.

So wie sich das andere Geschlecht seiner eingeborenen Tendenz der Selbstaufopferung zur Rettung und zum Schutz der Frauen und Kinder in einem wahren Rausch der Verblendung von Euch treuherzig willfährig versklaven läßt, ohne Euch der pragmatischen Manipulation zu verdächtigen.

Und Grad um Grad militanter qualifizieren sich die jungen Männer zu Helden des euphorischen feministranten Jihads – wer von den auf starken Schultern über Stock und Stein, Dornen und Schlamm hinweg Schwebenden hätte soviel Charakterstärke, die Sänftenträger und Begleitschützer, die Vorhut und die Nachhut, die ganze Armee tapferer Freiwilliger zu ernüchtern und ihre heilige Mission der Venuskreuzfahrerei als Ausaktion des Jahrtausende altbekannten ödipalen Irrtums des hermeneutischen Bonobositivismus aufzudecken?


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