Sonderfall “Standard” – Fortsetzung

Allgemein gesprochen, tut “der Standard”, was er kann, um der feministischen Zeit ihren Geist zu bestätigen, ohne Rücksicht auf Realität und Relevanz überzeitlicher Art. Man kann das Herzstück dieser Arschkriecherei als Bonobositivismus bezeichnen und das Ausagieren als Feministranz. Die Schamlosigkeit und die Penetranz dabei sind klischeehaft österreichisch, sozusagen österreichischer Standard.

Wie man sich für intelligent und intellektuell und aufgeklärt, sogar für aufklärerisch halten kann, während man auf “Emma”-Niveau antisemenitische Dauerpropaganda als Identität installiert hat und selbst die läppische Bescheuertheit nicht scheut, sich cool zu wähnen, wenn man für die offenbar als intellektuell beschränkt angenommene weibliche und feministische männliche Leserschaft eine “die Standard” betreibt, die, mit dem ewig dämlichen “Warum eigentlich nicht?” legitimiert, in eine Art matriarchaler Teleologie verbohrt, verstiegen und verblendet ein historisches Beispiel von fundamentalistischer Unmündigkeit und Unterwürfigkeit der großen Schwester Bevormundschaft gegenüber abgibt, ist genauso leicht oder schwer zu verstehen wie der Umstand, daß die vorige Generation sich nicht geschämt hat, den “arischen” (statt des heutigen Äquivalents des feminarischen) “Übermenschen” zu erfinden und seine baldige, alle erlösende Weltherrschaft zu propagieren.

Wen wundert es denn da noch, daß “der Standard” online inzwischen zwar einen Tag später als ORF und Kronenzeitung den Doppelmord an den Schweizer Zwillingen als berichtenswert einräumt, aber eben doch nur nolens volens, was sich darin ausdrückt, daß die Meldung im Ressort “Panorama” bloß als Unterpunkt zum anscheinend viel relevanteren älteren Bericht über das mißhandelte Kleinkind in Linz so aufscheint:

[+] GEWALT GEGEN KINDER
Zustand des misshandelten Babys in Linz stabil [218]
Vater schüttelte drei Monate alte Tochter – Gehirnblutung und ein Schütteltrauma diagnostiziert
– Schweiz: Eltern sollen Zwillinge getötet haben

Wen wundert es da weiters, daß selbst in der Rubrik “Gewalt gegen Kinder” dem Zustandsbericht des Linzer mißhandelten Kindes der erste Platz und den beiden ermordeten Kindern in der Schweiz nur der zweite eingeräumt wird?

derStandard.at | Panorama | Chronik | Gewalt gegen Kinder

Montag, 31. Dezember 2007 | 03:01

Zustand des misshandelten Babys in Linz stabil [218]
Vater schüttelte drei Monate alte Tochter – Gehirnblutung und ein Schütteltrauma diagnostiziert

Schweiz: Eltern sollen Zwillinge getötet haben [2]
Bei der Mutter soll es sich um eine 34-jährige Tirolerin handeln – Sie und ihr um fünf Jahre älterer Gatte sind in Untersuchungshaft

Fall Luca: Gutachten bestätigt sexuellen Missbrauch [515]
Obduktion und DNA-Gutachten brachten Klärung – Mutter ging Ursachen von Verletzungen nicht nach – Anwalt des Vaters fordert Recherchen zur Rolle der Mutter

Wen wundert es da noch, daß ein Elternteil, der im aktuellen Streß die Kontrolle verliert und grob wird ohne zu berücksichtigen, daß ein kleines Kind sowas nicht aushält, sondern ganz leicht einen unbeabsichtigten schweren Schaden nehmen kann, Topthema wird und bleibt, während zwei Eltern, die zwei Kinder geplant ersticken, dagegen verblassen, und nur halb soviel Text für ihre Gewalttaten verwendet wird wie für erstere.

(Wen wundert es da, daß sich die von der Redaktion vorgenommene Gewichtung noch viel krasser in der Anzahl der Kommentare widerspiegelt, nämlich 2 bis jetzt (31.12.2007 um o3:30 Uhr) zur “Gewalt gegen Kinder” mit der Folge eines Schütteltraumas und 218 zur gleichen Kategorie mit der Folge von zwei toten Kindern. Wobei aber bis jetzt noch kein gültiger Vergleich zu machen ist, weil die Meldung über den Doppelmord erst seit halb so langer oder noch kürzerer Zeit überhaupt zum Kommentieren zur Verfügung ist.)

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