Unser posthistorisches Glück

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Uni: Erstmals gilt 40-Prozent-Frauenquote

01.10.2009 | 11:35 | (DiePresse.com)

An technischen und medizinischen Unis dürfte die Frauenquote ein Problem werden. Ein Arbeitskreis überwacht, ob sie eingehalten wird. Er kann auch Ausnahmen genehmigen.

Die 40-Prozent-Frauenquote erlangt in diesem Studienjahr Gültigkeit. Mit 1. Oktober 2010 soll dies in allen Uni-Gremien erfüllt sein. Helmut Fuchs, Senatsvorsitzender der Uni Wien, sieht bei manchen Unis Probleme: “Das Personal ist nicht auswechselbar, sondern muss langfristig aufgebaut werden.” In vielen Bereichen würden Frauen fehlen, insbesondere auf Professorenebene. An der Uni Wien sei aber bereits bei der vergangenen Wahl auf der Ebene der Professoren und des Mittelbaus die Quote auf den Wahllisten erfüllt worden. Unter den 18 derzeitigen Senatsmitgliedern sind acht Frauen. “Das ist für eine große Uni auch leichter, weil hier die Auswahl größer ist.”

Heil den Führerinnen!

Da werden die Herren Old Boys aber verdutzt aus der Wäsche gaffen, wenn ihnen die moralische Elite aller Ethnien, Regionen und Zeiten jetzt endlich auch auf der Universität so gnadenlos unbestechlich und unablässig auf die Finger schaut, wie es bisher nur zu Hause und im Fernsehen war. Das Pissoir ist von heute an das letzte Refugium für die notorische Nichtfrauenbündelei. In den Sitzungssälen und Konferenzzimmern herrscht jetzt ein anderer Ton. Der primitive, grobe, gefühllose wird sich dem zivilisierten, feinen und gefühlvollen entweder hurtig anpassen oder verstummen müssen. Wer nicht hören will, muß fühlen. Irgendwann ist Schluß mit lustig. Wer die überlegenen Gene hat, wird sich am Ende durchsetzen. Und wir haben das posthistorische Glück, den Endsieg der feminarischen Rasse über den ewigen Mann miterleben zu dürfen.

Hoch das Jahrtausend der Herrinnenrasse! Demokratie ist Ressourcenverschwendung! Bevorzugung ist Gleichbehandlung! Benachteiligung ist Gerechtigkeit! – Und wem das nicht paßt, der kann sich ja geschlechtsumwandeln lassen. Das ist heutzutage keine Hexerei mehr und wird von den Krankenkassen bezahlt.


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