Gelegenheit zum Kreuzzug

Das Kreuz für das Kreuz auf sich nehmen!

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Wer auf den europäischen Gerichtshof für Menschenrechte hört, läßt sich freiwillig eurisieren:

Kruzifix-Urteil für ÖVP “unverständlich”

Dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Anbringung von Kreuzen in italienischen Klassenzimmern verurteilt, ist für die Salzburg ÖVP unverständlich. Das Kreuz sei Bestandteil unserer Kultur. (ORF, 4.11.2009)

So durch anscheinend harmlos gemeinte spitzfingrige Anführungszeichen, die die politische Unkorrektheit mit der gebotenen Distance eines fortschrittlichen Mediums aufzeigen, sprich die gestern bei Maischberger einen halben Meter dick ungeniert aufgetragene Verspottung nichtkorrigierter und noch dazu offensichtlich katholischer, ja eben typisch hinterwäldlerischer, gar bayrischer, also schon fast salzburger Sprecher insinuieren – Anprangern ist der Begriff, der den bösartigen Geist früher üblicher brutaler Intoleranz in solchen Zusammenhängen beherzt fortschrittlich beschwört – zeigt sich der Staatsfunk als Fortschrittsmahner.

Breite Front für Kreuze in der Schule

Einzig die Grünen begrüßten den – vorerst auf Italien gemünzten – Spruch: Man trete für die Trennung von Staat und Kirche ein, daher brauche es keine religiösen Symbole in der Schule, so Abgeordneter Harald Walser.

Alle anderen Parteien sprachen sich klar für die Beibehaltung der Kreuze aus. Für die ÖVP erinnerte der Zweite Nationalratspräsident Fritz Neugebauer an die christlichen Wurzeln der Menschenrechte. Neugebauer: „Wie wir uns weder die Demokratie noch die Rechtsstaatlichkeit nehmen lassen, so lassen wir uns auch nicht unsere christlichen Wurzeln nehmen.“ (Die Presse, 4.11.2009)

Das ist die Wirklichkeit: Nix “hinterwäldlerischer ÖVP-Politiker macht sich lächerlich!”

Rom startet Kampagne zur Verteidigung der Kruzifixe in Schulen
Europaminister Ronchi: “Niemand wird Kreuze entfernen” – Diskussion auch in Österreich. (Der Standard, 4.11.2009)

Der nicht nur grüne sondern vor allem rote Standard ist ganz besonders schlau: Er versteckt das Thema erst einmal unter Bildung als Rubrik und Italien als Blocküberschrift, während die Presse es unter Panorama einordnet und auf der Home-Seite anführt. Zweitens schafft er es, vier führende Politiker zu zitieren, die gegen die Entfernung der Kreuze aus den Schulen reden und einen, den grünen, der dafür ist, wobei wie durch Zufall alle Parteien zu Wort kommen außer der SPÖ.

Das großeurische Reich ist um kein essentielles Haar besser oder akzeptabler, als es das großarische war. Wer hätte gedacht, daß der Vatikan zum symbolischen Hort der Revolution gegen die Versklavung der europäischen Nationen würde. Katholisch bleiben als Widerstand gegen die Diktatur des politischen Korrektorats, war unter Hitler auch schon eine Möglichkeit. Jägerstetter war allerdings der einzige aufrechte Katholik, von dem man erfährt. Er war katholischer als der Papst, die Bischöfe und die Priester, die Mitläufer. Heute und morgen haben die Christen die Gelegenheit, christlich zu sein und den Märtyrertod zu riskieren. Einstweilen ist es nur die mediale Lynchjustiz, der Rufmord, der politische und der soziale Meuchelmord, der den Dissidenten droht. Aber schon hat auch die Kriminalisierung ihre Tradition, wie das infame Gesetz gegen nationalsozialistische Wiederbetätigung belegt, das die politisch und ideologisch unwillkommene Rede unter Strafe stellt. Der Blick auf die USA und Großbritannien zeigt, wie es weitergeht: Unter dem dafür geprägten Neologismus “Haßrede” werden schon seit Jahren Leute für Äußerungen verfolgt, die irgendeiner Identitätsklasse Beleidigendes zuschreiben, wobei sich die Definition von beleidigend zunehmend darin konstituiert, daß jemand sagt, er fühle sich durch eine öffentlich gewordene Äußerung beleidigt, eigentlich schon einen Schritt weiter, daß jemand sagt, es könnte sich einer beleidigt fühlen. Wir beobachten also die Einführung eines als letzten Schrei der aufgeklärten Menschlichkeit hingestellten Ehrenrechts, etwas das man anatolischen oder balkanesischen oder sonstigen zivilisatorisch nachhinkenden Milieus als abzuerziehende, primitive und bei uns Kronenperlen der Hochzivilisation untragbare, altväterische Auffassung der Menschenwürde und der Menschenrechte zuschreibt. Die “Haßrede” ist inzwischen schon ein fester und vom Mainstream nicht mehr kritisierter Kulttopos der ideologisierten Kultur der angloamerikanischen Gesellschaften. Sie wurde bereits mit dem bisher allerletzen Doppelschrei des “Haßverbrechens” und des “Verbrechens der  Blasphemie” vom halbweißen halbschwarzen Weltführer ins Paradies der diskriminierungsfreien Zukunft höchstselbst in den nächsten Eskalationsschritt unterschrieben. Das bedeutet konkret, daß man zum Beispiel härter bestraft wird, wenn man jemanden zusammenschlägt, weil man sich dadurch provoziert fühlt, daß er homosexuell oder schwarz, gelb, braun oder rot ist oder ein Buddhist oder Päderast, als wenn man ihn zusammenschlägt, weil man sich an irgendeinem X-beliebigen auslassen will, der einem über den Weg läuft. Wenn also ein schwarzer Transsexueller den Weg einer vermummten Mädchenbande kreuzt und sie ihn niedertreten, muß die Polizei herausfinden, ob sie ihn wegen seiner Hautfarbe und seiner sexuellen Pseudoidentität niedergetreten haben oder weil er zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Befriedigung ihrer Lust am Niedertreten war. Hätten sie einen weißen Heterosexuellen auch niedergetreten? Das muß dann vor Gericht zweifelsfrei ausgeschlossen werden. Ginge so ein obszöner Prozeß nach dem früher allgemein gültigen Verfahrensprinzip vor sich, daß der Ankläger die Schuld beweisen muß. Wie mit dem Vorläufer der “Haßverbrechen”-Idee gezeigt wird, nämlich mit Delikten wie sexueller Diskriminierung, Belästigung, Nötigung oder Vergewaltigung, wird wohl die Beweislast umgekehrt werden – die Angeklagten werden beweisen müssen, daß sie das Opfer nicht aus Haß gegen ein definiertes besonders schützenswertes Identitätsmerkmal, wie es im Illustrationsfall schwarze Hautfarbe und “transsexuell”, also operativ und pharmazeutisch fabrizierte fiktive Geschlechtlichkeit, wären, ausgesucht haben. Da die Liste der schützenswerten Eigenschaften prinzipiell offen ist, kann ohne weiteres noch das Alter dazugefügt werden, auch in mehreren Kategorien, sodaß zu beweisen wäre, ob sie einen 50-Jährigen auch niedergetreten hätten, wenn das Opfer 60 ist, und ob sie das Verbrechen an einem 60-Jährigen auch verübt hätten, wenn der Attackierte 70 war. Es werden also nicht mehr bloß Straftaten abgeurteilt sondern dazu noch Strafeinstellungen. Automatisch ergibt sich die Katagorisierung in höherwertige und minderwertige Menschen. Wobei der weiße, gut verdienende, 35 – 50-jährige, heterosexuelle Mann das für die Täter billigste Opfer und damit den Menschen, dessen Unversehrtheit und Leben mit Abstand am wenigsten wert sind, abgeben wird.

Das kennen wir ja aus Jahrzehnten der gewohnheitsmäßigen und nicht nur unkritisierten sondern öffentlichen Beifall findenden Verhöhnung und Dämonisierung von seiten der Feministen und sämtlicher anderer Viktimisten und Sündenbockjäger: der notorische Weltverderber und Klassenfeind aller fortschrittlichen nichtweißen, nichtmittelalterlichen, nichtwohlhabenden, nichtheterosexuellen Nichtmänner.


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