Gegen Homo-Chuzpe: Nicht nur die Kirche!

Bischöfe machen gegen “Homo-Ehe” mobil

13.11.2009 | 19:21 |  (Die Presse)

Kardinal Christoph Schönborn spricht von “unabsehbaren Folgen für die ganze Gesellschaft”, sollte der Gesetzesentwurf über die “Eingetragene Partnerschaft” für homosexuelle Paare im Parlament beschlossen werden.

WIEN (ewi). Kardinal Christoph Schönborn spricht von „unabsehbaren Folgen für die ganze Gesellschaft“, sollte der Gesetzesentwurf über die „Eingetragene Partnerschaft“ für homosexuelle Paare im Parlament beschlossen werden. Als Vorsitzender der Bischofskonferenz richtete er an die Abgeordneten den Appell, nicht nach einem vorgegebenen Klubzwang, sondern gemäß ihrem eigenen Gewissen abzustimmen. Das Gesetz sei „weder angebracht noch notwendig, weil die bestehenden zivilrechtlichen Bestimmungen bereits die entsprechenden Sicherheiten gewähren“. Dabei bewertet Schönborn noch positiv, dass keine Gleichstellung homosexueller Beziehungen mit der Ehe vorgesehen ist.

Die Homosexuelleninitiative Hosi Wien reagierte mit Empörung auf Schönborns Aussagen. Zudem demonstrierten Freitagnachmittag Homosexuelle vor dem Bundeskanzleramt für die völlige Gleichstellung der „Eingetragenen Partnerschaft“ mit der Ehe, auch das (nicht vorgesehene) Adoptionsrecht wird verlangt. Kommenden Dienstag soll der Gesetzesentwurf im Ministerrat beschlossen werden. Innerhalb der Bundesregierung besteht noch Uneinigkeit über die Frage, ob die Homosexuellenpartnerschaft wie die Ehe im Standesamt (SPÖ-Wunsch) oder in der Bezirksbehörde (ÖVP-Version und Gesetzesvorlage) geschlossen werden soll. (…)

Schönborn kritisiert die Politik, aber wer hört hin?

15.11.2009 | 19:01 | ERICH WITZMANN (Die Presse)

Abtreibungen, Pille danach, Homo-Ehe oder Studentenproteste: Die Kirche muss es kommentieren, meint Kardinal Christoph Schönborn. Aber wer hört noch hin? Eine Analyse.

WIEN.Abtreibungen und die geplante rezeptfreie Abgabe der „Pille danach“, der Gesetzesentwurf über die „Eingetragene Homo-Partnerschaft“, das Kreuzurteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, schließlich auch die Studentenproteste an den Universitäten: Es war ein ganzes Bündel an gesellschaftspolitischen Themen, mit dem Kardinal Christoph Schönborn am vergangenen Freitag als Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz an die Öffentlichkeit trat. Und wie ist es dabei um den Erfolg in der Politik wirklich bestellt?

„Der Erfolg ist nicht unsere oberste Kategorie“, sagt Schönborn im Gespräch mit der „Presse“. Und weiter zu den aktuellen Appellen und Forderungen an die Politiker: „Ob es uns passt oder nicht: Die Kirche muss es sagen.“ Der Wiener Erzbischof zitiert im gleichen Atemzug die Heilige Bernadette von Lourdes, die zu einem Pfarrer gesagt habe, sie hätte nicht den Auftrag zu überzeugen, sondern es einfach zu sagen. (…)

Demgegenüber die Propagandaflakbatterie des “Standard” (Stand 15. 11. 2009):

“HOMO-EHE”
BZÖ-Grosz für Eintragung am Standesamt [65]
Erster oranger Abgeordneter nach Freigabe der Abstimmung im Parlament – Nicht nur “für die von einem Herrn Hitler 1938 eingeführten Zivilehen zuständig”
– “Homo-Ehe”: Zittern um mehr Rechte für Homosexuelle
– Umfrage: Mehrheit für Eintragung am Standesamt
– Wien: Gute Erfahrungen mit homosexuellen Pflegeeltern
– Vor Beschluss: Bischöfliche Front gegen eingetragene Partnerschaft
– Anderswo: Iberische Gleichheit
– Reportage: Lena und ihre Mütter
– HOSI mit Gesetzes-Entwurf zufrieden

Daraus zitiert:

13.11.2009 12:54

Bischöfliche Front gegen eingetragene Partnerschaft
Sei “weder angebracht noch notwendig” – Homosexuellen-Organisationen demonstrieren heute

(…)

Die HOSI Wien wies in einer ersten Reaktion die Erklärung der Bischofskonferenz scharf zurück. “Diese Botschaft in der aktuell kritischen Phase der Verhandlungen um das Gesetz über die Eingetragene Partnerschaft ist mehr als entbehrlich.” Solche Äußerungen würden zudem dem widersprechen, “was man gemeinhin unter christlicher Nächstenliebe versteht”.

Demo heute

Während die Regierung noch über die letzten Details bei der geplanten eingetragenen Partnerschaft für Homosexuelle verhandelt, gehen die Betroffenen am Freitagnachmittag auf die Straße. Bei einer Demonstration unter dem Motto “Erstklassige Rechte statt letztklassiges Gesetz” wollen die Homosexuellen-Organisationen vor dem Kanzleramt für eine völlige Gleichstellung mit der Ehe demonstrieren. SPÖ und ÖVP verhandeln indessen noch darüber, ob die “Homo-Ehe” am Standesamt eingetragen werden soll oder nicht. Ein Regierungsbeschluss ist für kommenden Dienstag geplant.

Die typische Manipulation (nicht nur im “Standard”) der Journalisten, die nicht den Anstand haben, auf die Indoktrination der Leser zu verzichten und alle relevanten Informationen anzuführen, auch die, die der Ideologie und politischen Präferenz des Schreibers oder der Redaktion zuwiderlaufen:

Im Vergleich der Darstellung über die Reaktion der Homosexuelleninitiave HOSI Wien und die Demonstration der beiden Zeitungen bringt der “Standard” zwei Zitate, von denen das erste nichts an Auskunft gibt als den schon im ersten Satz des Absatzes angeführten Sachverhalt der scharfen Zurückweisung. Das zweite ist aus dem selben Grund genauso überflüssig. Die “Presse” hat es mit dem ausreichenden einen Satz gesagt, allerdings treffender formuliert. “… reagierte mit Empörung …” gibt Auskunft über den überheblichen Tonfall und die inhaltliche Überheblichkeit, mit der man sich – typisch homosexuell – hysterisch narzißtisch aufplustert als belehrende Autorität über die christliche Lehre. “… wies … scharf zurück” unterschlägt die kindische Überheblichkeit und lächerliche Empörung in Ton und Inhalt. Stattdessen wird ein falscher Eindruck von Seriösität erweckt, indem die Standardformulierung für solche Fälle verwendet wird, die jeder anderen Gruppe oder Organisation, die sich bloß sachlich zurückweisend äußert, auch zugedacht würde.

Besonders billig ist das gezielte Versäumnis des “Standard” beim Bericht über die Demonstration anzuführen, daß mit “völliger Gleichstellung mit der Ehe” oder daneben dezidiert auch das Adoptionsrecht als Forderung vertreten ist. In der Presse dagegen wird das mitgeteilt, inklusive des dazu zum Kontextverständnis angebrachten Hinweises, daß dies im Gesetzesentwurf nicht enthalten ist. Der Leser soll nicht merken, wie recht die Bischöfe haben, wenn sie darauf hinweisen, es sei

“(…) zu befürchten, “dass der vorliegende Entwurf im Falle seines Inkrafttretens die Voraussetzung für eine Entwicklung liefert, die letzten Endes zu einer völligen Gleichstellung der ‘eingetragenen Partnerschaft’ mit der Ehe führt.” (Der Standard)

Wovon der “Standard” weiß und im nächsten Satz des Artikels  sagt:

Genau dagegen hat sich die römisch-katholische Kirche immer wieder ausgesprochen.

Der Leser soll also nicht merken, wie unendlich naiv die Bischöfe sind, wenn sie nicht davon ausgehen, daß das, was sie befürchten, nicht nur das erklärte Ziel der Demonstranten in Wien ist, sondern die nicht vermeidbare allernächste Zukunft, wie in einigen Staatzen der USA und anderswo bereits, aber auch schon wieder nicht oder vermutlich bald nicht mehr Realität ist.

Am gleichen Tag, Freitag, den 13., informiert der “Standard” als Teil seiner Propagandainitiative von den spanischen Zuständen:

Iberische Gleichheit
Nach Spanien will auch Portugal Homo-Ehe einführen

(…)

Am 3. Juli 2005 ließ Spaniens sozialistische Mehrheit im Parlament dem Ehe-Paragrafen im Bürgerlichen Gesetzbuch fogenden Satz anfügen: “Die Ehe hat dieselben Bedingungen und Folgen, gleichgültig ob die Eheschließenden unterschiedlichen oder gleichen Geschlechtes sind.” Aus “Vater und Mutter” wurden “Eltern” , aus “Mann und Frau” die “Eheleute” . Die Auswirkungen – Bleiberecht, Unterkunft, Erbschaft, Adoption, Steuer, Unterhalt, Scheidung oder auch die Aussageverweigerung im Strafprozess – sind somit für alle Ehepaare gleich.

In diesem Artikel ist die gezielte Desinformation schlagend illustriert: Es wird die von der Kirche mobilisierte Demonstration einer Million Menschen gegen die Homosexuellenehe im Jahr 2007 erwähnt, aber die 100000 zu Jahrebeginn 2008 und die Hunderttausende bzw. die Million am Jahresende 2008 hat der Schreiber des (als soches zu wertenden) Pamphlets für das historische Gefallensein der Würfel in der Begeisterung, die Geschichte vorantreiben zu helfen, vergessen zu erwähnen:

Spanische Kirche macht gegen sozialistische Regierung mobil

Ralf Streck 04.01.2008

Die Regierung fordert nach einer Kundgebung für die “christliche Familie” eine Richtigstellung von der katholischen Kirche

Es hat den spanischen Sozialisten (PSOE) nichts geholfen, gegenüber der Kirchenhierarchie immer wieder einzulenken. Schon bevor der Wahlkampf für die Parlamentswahlen im März beginnt, stellen die katholischen Fundamentalisten ihre Truppen auf. Mehr als 100.000 Menschen protestierten am Sonntag in der Hauptstadt Madrid gegen die Reformpolitik der PSOE und [extern] forderten die Rückkehr zur “christlichen Familie”. Sie stören sich an vereinfachten Scheidungen, der Homosexuellen-Ehe, Abtreibung und allgemein an einem “betrügerischen Laizismus”. Der Protest erhielt die Live-Unterstützung vom Pabst aus Rom. (Heise)

28. Dezember 2008, 18:01 Uhr

Madrid

Hunderttausende bei Messe gegen Abtreibung und Homo-Ehe

Sie sind gegen die gleichgeschlechtliche Ehe, gegen Abtreibung, propagieren die “stabile Verbindung von Mann und Frau”: In Madrid protestierten Hunderttausende Katholiken gegen die Familienpolitik der regierenden Sozialisten. Der Papst sandte eine Grußbotschaft per Video.

Madrid – Hunderttausende Menschen haben am Sonntag in Madrid bei einem Gottesdienst gegen Abtreibung und für das katholische Familienbild demonstriert. Die organisierende Erzdiözese Madrid sprach sogar von einer Million Teilnehmern, die Behörden konnten dies jedoch nicht bestätigen. (Spiegel online)


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