Nachpfiff 1: Keine Fahrzeuggewalt gegen Frauen!

Mordversuch gerät ins Zwielicht
Ein 19-Jähriger soll gegen einen Baum gerast sein, um seine Ex zu töten. Die Rekonstruktion ergab ein anderes Bild. (…)

Der junge Mann soll sein Auto im Juli dieses Jahres im Bezirk Wiener Neustadt absichtlich frontal gegen einen Alleebaum gesetzt haben, um seine frühere Freundin, die auf dem Beifahrersitz saß, zu töten. (…)

“Ursprünglich ist man davon ausgegangen, dass der Wagen mit 115 km/h oder mehr gegen den Baum gerast ist. Erst ein Verkehrsgutachten hat ergeben, dass die Geschwindigkeit weit geringer war, nämlich nur 80 bis 85 km/h”, schildert der Verteidiger. Diese Erkenntnis stimmte aber nicht mit den belastenden Aussagen des Mädchens überein. Die 17-jährige Marina F. hat ausgesagt, dass Manuel etwa 300 Meter vor dem Alleebaum voll aufs Gas gestiegen ist und den Baum anvisiert hat.

Diese Angaben haben sich bei der Rekonstruktion als falsch herausgestellt. Laut Verkehrsgutachter kann der 19-Jährige 300 Meter vor dem Baum gar nicht voll beschleunigt haben. Sonst hätte er davor maximal 37 km/h auf dem Tacho haben dürfen. Dass die beiden in so einem Schneckentempo nachts auf der Freilandstraße unterwegs waren, wird ausgeschlossen.

Merkwürdig erscheint der Verteidigung noch ein weiterer Punkt. Manuel hat die angebliche “Amokfahrt” weder angedroht noch währenddessen etwas gesagt. Strebinger: “Wie ist dann für die Beifahrerin erkennbar gewesen, dass er absichtlich gegen den Baum ist?” (…)

Strebinger und Manuels Vater fehlt zudem das Motiv: “Er wollte nichts mehr von dem Mädchen. Er hat in einer Disco in Wiener Neustadt eine Neue kennengelernt, die ebenfalls Marina heißt. Wir suchen nach ihr. Sie wäre eine wichtige Zeugin.” (…)

Artikel vom 25.11.2009 10:00 | KURIER | Patrick Wammerl

Frauen und Mädchen für Marina!

Erstens darf die selbstbewußte junge Frau nicht dafür zur Verantwortung gezogen werden, daß sie ihn mit falschen Vorwürfen des Mordversuchs an ihr bezichtigt, weil sie verständlicherweise geschockt und traumatisiert war durch die Geschmacklosigkeit, sich gleich nach ihr eine andere mit dem selben Vornamen aufzureißen. Das ist eine verstörende Frustration des weiblichen Bedürfnisses nach harmonischen Trennungen. Er hat ihr demonstrativ signalisiert, daß sie nichts weiter als ein austauschbares Sexualobjekt für ihn darstellt, einen Artikel der Marke “Marina”, den man nachkauft, wenn er aufgebraucht ist.

Zweitens ist es als schwere psychische Körperverletzung zu werten, wenn sie in der kontaktbedürftigen Phase besonderer Verwundbarkeit nach einer Trennung durch seine Kommunikationsverweigerung während der Fahrt unter Ausnutzung ihrer situativen Abhängigkeit – sie kann sich ja nicht durch Aussteigen entziehen, wenn es mitten in der Nacht ist und daher lebensgefährlich wäre, es mit Autostoppen zu versuchen, sondern war ihm in jeder Hinsicht hilflos ausgeliefert – brutal emotional ausgegrenzt wird.

Die typische männliche Unbelecktheit von jeglicher Einfühlsamkeit für die weibliche Welterfahrung und die gedankenlose hegemoniale Projektion testosteronbehinderter zerebrallogischer Eindimensionalität darf selbstverständlich auch nicht außen vor bleiben: Wie soll sie erkannt haben, was er vorhat, wenn er es ihr doch nicht vorher schriftlich gegeben hat! Schon mal wo das Fremdwort Intuition aufgeschnappt? Nach noch exotischeren Begriffen wie viszerale Intelligenz, Bauchhirn und Empathie wagt frau schon gar nicht mehr zu fragen. Sowas fällt beim Herrn Rechtsanwalt wahrscheinlich in die Rubrik “Hexenhammer”.

Allzu bezeichnend sind die biologistischen Ausreden von Epilepsie und Schlafmangel und Gehirntumor, die von Rechtsanwalt und Vater, beides Männer, ins Spiel gebracht werden. Das Ziel ist durchschaubar und sattsam bekannt. Es wird ungeniert versucht, Mitleid mit dem Täter zu wecken und dadurch letzlich die Rollen von Gewaltopfer und Täter umzudrehen. Das ist kategorisch zurückzuweisen. Das Opfer muß Opfer bleiben und der Täter zur Verantwortung gezogen werden.

Es ist eine Schande und eine Provokation für alle Frauen, daß nicht einmal am internationalen Tag des Kampfes gegen Gewalt an Frauen von der österreichischen Boulevardpresse soviel Solidarität zu erwarten ist, die unverhohlen sexistische Vorgangsweise der Behörden gebührend an den medialen Pranger zu stellen.

Aber das ist auch kein Wunder, wenn man bedenkt, daß die Justizministerin nicht einmal auf die Idee kommt, sich mit dem Frauenausschuß des österreichischen Städtebundes und der Frauenstadträtin Sandra Frauenberger zu solidarisieren und den gepeinigten und gedemütigten Frauen und Mädchen ein sichtbares Zeichen der Hoffnung zu geben, indem sie sich einreiht und mitpfeift gegen Gewalt an Frauen!

Es gibt leider noch immer viel mehr zu pfeifen, als frau gehofft hätte. Aber unser Atem ist lang. Und erst wenn die Mutter Erde gewaltfrei gegen Frauen ist, machen wir eine Atempause.

Holen wir Luft und pfeifen, hupen, tröten und trompeten wir,  schreien, quietschen, quieken, brüllen und zischen wir,  lärmen, dröhnen und donnern wir, singen, trommeln und tanzen wir lustvoll und wild, miteinand’ im ganzen Land, mit oder ohne Gewand – gegen alle Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen, ob häuslich, betrieblich, fahrzeuglich oder behördlich!

Eins, zwei, drei…

Bei Tag und Nacht denk ich an dich, Marina,
du kleine, zauberhafte Ballerina,
o wärst du mein, du süße Caramia,
aber du, du gehst ganz kalt an mir vorbei.

Doch eines Tages traf ich sie im Mondschein,
ich lud sie ein zu einem Glase Rotwein,
und als ich fragte, Liebling, willst du mein sein?
Gab sie mir einen Kuß und das hieß : Ja!

Marina, Marina, Marina,
dein Chic und dein Charme, der gefällt.
Marina, Marina, Marina,
du bist ja die Schönste der Welt.

Wunderbares Mädchen,
bald sind wir ein Pärchen,
komm und laß mich nie alleine,
oh nononono no.

Wunderbares Mädchen,
bald sind wir ein Pärchen,
komm und laß mich nie alleine,
oh nononono no.

(Rocco Granata – Marina, 1990 im ZDF)


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