Nachpfiff 5: Ehrennachschläge

Tiger Woods von seiner Ehefrau gerettet

Der superreiche Golfsuperstar Tiger Woods hatte am Freitag um 1/2 3 Uhr in der Nacht zuerst einen Hydranten vor seiner Ausfahrt umgefahren und dann das Auto gegen einen Baum gelenkt. Ein Nachbar alarmierte die Rettung. Als die kam, war Woods sechs Minuten lang halb bewußtlos, er blutete an der Unterlippe beziehungsweise im Gesicht, seine Frau war über ihn gebeugt und hatte einen Golfschläger bei sich. Er und seine Frau behaupteten später, sie hätte mit dem Golfschläger die rückwärtigen Seitenfenster des Wagens eingeschlagen, um ihn nach dem Unfall aus dem Auto zu bergen. Ein angeblicher Freund erzählte den Journalisten, er hätte von Woods am Telefon gehört, daß seine Frau ihn wegen einer angeblichen Affäre mit einer Nachtklubhosteß zur Rede gestellt hätte und auf ihn losgegangen wäre. Seine Frau, mit der er zwei kleine Kinder hat, erzählte der Polzei widersprüchliche Versionen über den Hergang des Unfalls und ihre angebliche Befreiung des Ehemannes aus dem Wagen. Auf dem Lenkrad wurden keine Blutspuren gefunden, was gegen die These spricht, er habe sich die Gesichtsverletzungen beim Unfall zugezogen. Die Rettung wurde nicht von der Ehefrau alarmiert, sondern von einem Nachbarn. Der Polizei wurde Samstag und Sonntag jeweils der Zutritt zum Haus und eine Befragung Tiger Woods von der Ehefrau verweigert. Weitere Details und Umstände lassen annehmen, daß die Geschichte stimmt, seine Frau habe ihn zuerst im Haus attackiert, und als er mit dem Auto flüchtete, mit dem Golfschläger die Scheiben eingeschlagen, wodurch er abgelenkt war und im Schrecken die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. Offenbar versuchen die beiden, seine Frau vor einer – in den USA sonst üblichen – Festnahme und Anklage wegen “häuslicher Gewalt” zu bewahren. Die Serie der aktualisierten Berichte hat bei TZM derzeit ca. 2000 Kommentare. Hier der letzte Stand:

Cops Pursue Warrant in Woods Case

Posted Nov 30th 2009 12:05AM by TMZ Staff

Sources tell TMZ the Florida Highway Patrol is now focusing on obtaining a search warrant — allowing them to seize medical records from the hospital that treated Tiger Woods — in an attempt to determine if the wounds Woods sustained are consistent with a car accident or domestic violence. (…)

We’re told the FHP is pursuing the search warrant option after getting shut down again Sunday in an attempt to interview Tiger and Elin and eyeball Tiger’s wounds.

As we first reported, according to sources, Tiger told a friend Elin had attacked him after she confronted him with reported allegations he had cheated on her. We’re told Tiger told the friend Elin then followed him out of the house and struck the moving vehicle with the golf club, causing him to get distracted and hit the hydrant.

If the FHP determines Elin attacked Tiger, we’re told she could be arrested for domestic violence.

Aus den im Internet inzwischen zirkulierenden Witzen dazu:

What were Tiger Woods and his wife doing out at 2.30 in the morning? They went clubbing. (Herald Sun)

Aus den Kommentaren auf Mediatakeout.com, allerding zur falschen Meldung, nämlich zu “Helen-the-Ripper”:

“These Chicks are crazy these days going Jasmine Sul[l]ivan on them dudes.”

Frau rettet Mann? – Unmöglich!

Nein, das will der sensationslüsterne Leser nicht glauben, daß Frauen beherzt und geistesgegenwärtig genauso gut einen Mann aus einem Unfallauto bergen können wie ein ach so männlicher heldenhafter Feuerwehrmann mit hi-tech Gerät. Die frauenfeindlichen Vorurteile sind so ins Denken eingeschrieben, daß es nun mal nicht sein kann, daß sie tatsächlich die Retterin in der Not ist, und er der Gerettete. Nein, das erträgt die patriarchale Psyche nicht. Der hilflose Mann, der Mann als Opfer seiner eigenen Fahrlässigkeit, das kann nicht sein. Der Mann war voll mit Schmerzmitteln und hätte sich nie ans Steuer setzen dürfen. Aber sagen Sie das mal einem, schon gar einem mit dem aufgeblasenen Heldenego eines Superstars im Kriegsersatz Sport! Nein, Männer lassen sich nicht chauffieren, schon gar nicht von einer Frau. Nein, ein Mann kann immer noch fahren, auch wenn er stockbesoffen ist oder halb bewußtlos von Medikamenten. Ehrensache! Deswegen haben wir ja die Straßen voller Ehrenmorde, hauptsächlich von betrunkenen jungen Helden!

Cherchez la femme, heißt es, sobald einer, den der durchnittliche Möchtegernheld sich zur Identifikation ausgesucht hat, sich als mieser Fremdgeher entpuppt, der auf jede Schlampe, die es auf sein Geld und seinen Heldenstatus abgesehen hat, reinfällt. Eine “Hosteß”, mein Gott! Billiger gings wohl nicht mehr. Hat eine absolut tolle Superfrau zu Hause, zwei kleine Kinder dazu läßt sich von irgendeiner dahergelaufenen Luxusnutte ins Portefeuille heften? Nein, das tut ein amerikanisches Idol nicht! Davon muß um jeden Preis abgelenkt werden. Die betrogene Ehefrau muß zur Täterin hingebogen werden, koste es was es wolle.

Da kann White Ribbon und jedes Frauenreferat von Singapur bis Mexico aufklären darüber, daß Frauen nur zur Selbstverteidigung mal hinlangen, wenn es denn nicht anders geht. Da kann in Kampagnen rund um die Uhr in allen Medien und bei allen Institutionen, Organisationen, Behörden und Ämtern erläutert werden, daß Frauen nichts anderes erreichen wollen, als daß sie gehört und ernstgenommen werden, wenn sie als letztes Mittel handgreiflich werden.

Was, mal ehrlich, soll denn ein Drama daran sein, wenn einer, der ewig jeder Konfrontation ausweicht, erst eine blutende Lippe braucht, um sich dazu herbeizulassen, nicht nur am Golfplatz sondern auch zuhause seinen Mann zu stehen. Am Sportplatz steckt er weitaus schlimmere Verletzungen weg, und niemand erklärt das zu einem Delikt.

Und wenn man die zertrümmerten, verschwollenen, verfärbten Gesichter der geprügelten Ehefrauen der Jahrhunderte vor sich hat, die immer auf der Treppe ausgerutscht sind oder gegen die Glastüre gerannt, darf sich das Mitleid mit dem bulligen Supersportler in extrem engen Grenzen halten, würde ich mal vorschlagen.


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