Ideologischer Tugendterror in Cannes

Lars von Trier ist in Cannes ab sofort unerwünscht: Das Filmfestival erklärte den dänischen Regisseur wegen seiner Äußerungen über Adolf Hitler zur “persona non grata”, zur unerwünschten Person. Das gab die Festivalleitung am Donnerstag bekannt. Von Trier wurde die Akkreditierung entzogen – er darf das Festivalpalais in Cannes vorerst nicht mehr betreten. Die Entscheidung gelte mit “sofortiger Wirkung”.

Der Regisseur akzeptierte die “Verbannung” und hat für seine Äußerungen über Hitler und die Nazis um Verzeihung gebeten. “Das war total schwachsinnig”, sagte von Trier am Donnerstag. “Natürlich sympathisiere ich nicht mit Hitler. Ich mag ein Schwein sein, aber ein Nazi bin ich nicht.”

Das erfährt man in der Presse und ebenso, worauf sich der Tugendterrorismus der Damen und Herren von der Festivalleitung bezieht:

Auf die Bitte einer Reporterin, etwas über seine deutschen Wurzeln zu erzählen, hat der dänische Regisseur Lars von Trier bei einer Pressekonferenz des Festivals in Cannes am Mittwoch geantwortet:

Das einzige, was ich sagen kann, ist, dass ich für eine lange Zeit dachte, ein Jude zu sein. Und ich war glücklich darüber. […] Aber es kam heraus, dass ich kein Jude war. […] Ich wollte wirklich ein Jude sein. Und dann fand ich heraus, dass ich in Wirklichkeit ein Nazi war, weil meine Familie deutsch ist. […] Und das bereitete mir auch etwas Vergnügen.”

“Also, was kann ich sagen? Ich verstehe Hitler. Ich glaube, dass er ein paar schlechte Dinge gemacht hat, klar, aber ich kann ihn mir in seinem Bunker vorstellen, am Ende. Ich will sagen, dass ich den Mann zu verstehen glaube. Er ist niemand, den wir einen guten Kerl nennen würden, aber ich weiß über ihn Bescheid und ich sympathisiere mit ihm.””Ich bin nicht für den Zweiten Weltkrieg. Und ich bin nicht gegen Juden. […] Ich bin sehr für Juden – aber nicht zu sehr, weil Israel absolut schrecklich ist. Wie komme ich aus dem Satz wieder heraus?””

Ich will noch etwas über die Kunst sagen. Ich bin sehr für Speer, Albert Speer habe ich sehr gemocht. Er war vielleicht auch eines von Gottes besten Kindern. Er hat Talent. […] Okay, ich bin ein Nazi.”

Was die drei Punkte in der Klammer auslassen, kann man nicht wissen. Jedenfalls dürfte es nicht damit im Widerspruch stehen, daß im davor zitierten Artikel der Bezug auf den Humor eingefügt wird:

Später fügte er noch scherzhaft hinzu: “Ja okay, ich bin ein Nazi.”

Da hat er aber Glück gehabt. Im Heiligen Kommunistischen Reich Chinesischer Nation wäre er nicht so glimpflich davongekommen wie in unserem Heiligen Antinationalsozialistischen Kommissariat Europäischer Nichtnationen.

Wir wissen es doch, heute scherzt einer ungestraft und morgen wehen die Hakenkreuzfahnen von den Rathäusern des HAKEN! Tausend Jahre den Anfängen wehren, ist leider nicht verzichtbar.

Wie die ständigen Transgressionen unserer heiligsten Werte belegen, wird es aber mit der freiwilligen Wachsamkeit von allen Gremien, Leitungen, Kommittees und standhaften Bürgern nicht getan sein.

Ein engmaschig geknüpftes, planquadratdeckendes Netz von beherzten und ethisch profilierten Antisemitismusbeauftragten, Antirassismusbeauftragten, Antinationalsozialismusbeauftragten, Antifaschismusbeauftragten und Antinationalismusbeauftragten zusätzlich zu den Gleichstellungsbeauftragten ist wohl anzudenken. Wie soll der Kampf gegen Rechts sonst gewonnen werden?

Zwei organisatorische Probleme wären einer Lösung zuzuführen, einerseits ist zu überlegen, ob man die fünf notwendigen Zusatzbeauftragten zur Vermeidung exorbitanter Kosten nicht in einen Kontrollauftrag integrieren sollte, andererseits stellt sich die Frage nach der Berufsbezeichnung bzw. dem Amtstitel, der möglichst zeitgemäß und prägnant klingen sollte, um von der Bevölkerung angenommen zu werden. Blockwart z. B. würde kontraproduktiv wirken, Politkommissar scheint ähnlich ungeeignet, aber Antirechtsbeauftragter wäre in Betracht zu ziehen, wenn nicht doch – warum eigentlich sollte man den Mut nicht aufbringen – Linksstellungsbeauftragter, ein Begriff, der ein klares Bekenntnis ablegt und ein Zeichen setzt, das eine Vision für die Zukunft anbietet, mit der sich die Jugend, die unser Kapital ist, offensiv identifizieren könnte. Das ist kurz, prägnant und griffig als proaktives Statement. Die zu erwartende heftige parlamentarische Opposition dazu läßt die Implementation allerdings bis auf weiteres noch zum Scheitern verurteilt erscheinen. Eine jugendkulturaffine Alternative wäre Hoodcop. Dagegen spricht eine mögliche Negativdeutung des Cop als Feindbild. Red Bull ist schon besetzt und darüber hinaus der gleichen wahrscheinlichen Debatte wegen ungeeignet wie Linksstellungsbeauftragter. Hoodguard hat eine Nähe zu Lifeguard, andererseits sind Anglizismen den Senioren bei uns und in anderen nicht englischsprachigen Regionen doch schwer schmackhaft zu machen. Freiheitsbeauftragter – das ist es! Oder noch besser Freiheitsschützer? Nein, das ist doch zu heroisch und agitatorisch, Freiheitswächter genauso, außerdem erinnert es an Revolutionswächter.

Ich plädiere für Freiheitsbeauftragter, wobei zur Rechtfertigung der männlichen Endung eine Vision steht, in der die Gleichstellungsbeauftragte im Team mit dem Freiheitsbeauftragten patroulliert, so wie die Polizistin nie ohne Polizisten an ihrer Seite unterwegs ist.

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