Mädchen können nichts dafür?

Die 16-Jährige hatte die Facebook-Einladung zu ihrem Geburtstag nicht als privat markiert. Nun kamen 1500 “Gäste” zu ihrem Haus – und 100 Polizisten.

Thessa könne man für diese Ausmaße aber nicht verantwortlich machen.

Wie denn auch, sie ist erstens weiblichen Geschlechts, zweitens erst 16 und drittens ein Mädchen. In Österreich wäre sie wahlberechtigt. Na, und? Wählen ist easy, das können auch Kinder. Aber Facebook benutzen ist eine Kulturtechnik, die man sich nur mit Interesse, Fleiß und Ausdauer Schritt für Schritt aneignen kann.

Apropos Kind, die EU-Justizminister, die alle Amerikaner sind und stolz drauf, das endlich demonstrieren zu können,  planen, sie kategorisch als Kindermodel zu klassifizieren, falls sie sich von einem Freund oder einer Freundin halbnackt bei ihrer Geburtstagsparty oder sonstwo fotografieren läßt, im Bikini am Swimmingpool oder am Strand zum Beispiel.

Der bzw. die hat dann Kinderpornographie produziert und seine bzw. ihre  Mutter muß ihn bzw. sie anzeigen, falls sie Bescheid weiß, daß er bzw. sie das Foto auf seinem bzw. ihrem Handy hat, oder auf seinem bzw. ihrem Computer.

Und sie, Thessa? Sie ist zugleich das Opfer und die (Mit)[T]äterin, wenn es nach amerikanischem Muster abläuft. Und wenn sie sich selbst fotografiert und ihm das Bild schickt, sowieso.

Ausgenommen, sie ist so häßlich, daß sich der Polizist oder der Jurist, oder der präsumptive hechelbereite Mann von der Straße ab- statt angeturnt fühlt, wenn er einen Blick darauf wirft.

Erst wenn sie volljährig ist, darf irgendjemand ein Bild von ihr besitzen, das einen Mann aufgeilen könnte. Eigentlich aber genauso eine homoerotisch geneigte Frau, eigentlich aber genauso ein Kind, sei es weiblichen Geschlechtes, nämlich ein Mädchen, das unter 18 ist, oder männlichen und unter 18.

Stimmt das? Nein, auch wenn sie schon 25 ist, kann ein Bild von ihr als Kinderpornographie gelten, und dessen Herstellung, Besitz oder Verbreitung strafbar sein, geht der Plan der Damen und Herren Justizminister durch. Wie das?

Ist doch logo und watscheneinfach: Also, angenommen, sie hat so apfelhälftengroße Brüste, wie es zu gewissen Zeiten als Schönheitsideal galt, das heißt für heutige Ideale, einen zu kleinen Busen, und dazu noch eine eher knabenhafte Figur, dann ist man dran als Mann, sogar als ihr Mann. Genauer: dann ist man dran als Mann, Frau, Kind, sollte man das Foto gesehen haben und nicht Anzeige wegen Kinderpornographie erstatten. Es kommt nämlich nicht darauf an, ob der, die, das Abgebildete unter oder über 18 ist, sondern ob er, sie, es den Eindruck auf einen Betrachter macht, daß er, sie, es die Pubertät noch nicht abgeschlossen hat, und beim weiblichen Bildobjekt sieht man das an der Busengröße!

Ist doch sonnenklar, nicht? Und auch praktisch kein Problem. Wenn Ihre Tochter, Schwester, Freundin oder Ehefrau einen kleinen Busen hat, zeigen sie die Bikinifotos vom Urlaub nicht nur niemand, sondern löschen Sie sie vom Kamerachip und vom Computer oder vom Handy, außer sie hat solche Zellulitis oder Falten im Gesicht oder am Hals, daß sie keiner für sexuell unausgereift halten könnte, oder, wie schon erwähnt, sie ist so häßlich oder schaut auf dem Bild so unfreundlich oder unsympathisch drein, daß keiner, keine, keines menschlichen Wesens Blut für sie in Wallung zu geraten gefährdet ist.

Zur Sicherheit machen sie überhaupt keine Fotos von irgendjemand, den man  für unter 18 halten könnte, jedenfalls keine in Sommerkleidung, Badekostüm oder gar halb- oder ganz nackt. Auch keine Portraitaufnahmen mit einem Blick oder Lächeln, das einer als anzüglich, auffordernd, verheißungsvoll, provokant oder verführerisch interpretieren könnte. Ihre oder andere Kinder fotografieren Sie am besten überhaupt nicht mehr, auch nicht wenn sie noch ein Baby sind, um Gottes willen, dann schon gar nicht, jedenfalls nicht in der Windelhose, nicht mit einer kurzen Hose, nicht mit einem kurzen Kleidchen oder gar nackt und vor allem nicht in die Kamera oder jemanden an lächelnd.

Es ist nicht so schwierig, die Grenze zwischen erlaubt und strafbar zu ziehen: Stellen Sie sich einfach vor, sie wären pädophil, wie man so sagt, Pädoerotiker/in eben, bzw. pädosexuell veranlagt! Ist ja nichts dabei, Sie stellen es sich ja nur vor, wie Sie dann auf Ihr Kind oder die Kinder Ihrer Nachbarn, die mit Ihrem spielen oder auf die am Spielplatz in der Sandkiste oder auf der Schaukel schauen würden und aus was für einer Perspektive und welche Art von Posen sie am liebsten fotografieren würden und sich als Pinup an die Wand hängen. Und genau so ein Foto machen Sie dann nicht!

Zweitens, nehmen Sie sich die Fotoalben, die Dias oder die Bildordner von Ihrer Familie vor und prüfen Sie jedes Bild mit dem Kinderschänder/inblick. Wenn Sie sich nicht sicher sind, gehen Sie auf Nummer sicher und vernichten, zerreißen, löschen Sie alles möglicherweise strafbare Bildmaterial. Vergessen Sie Negative und Kopien in anderen Ordnern nicht oder im Temp-Ordner oder sonstwo in den Tiefen der Festplatte oder in den Weiten des Netzes. Ziehen Sie einen Computerexperten zu Rate oder überlassen Sie das Säubern der verschiedenen Laufwerke und Speicher und externen Seiten wie Facebook, Blogspot, WordPress usw. einer einschlägigen Firma! Und beeilen Sie sich, nächstes Jahr ist es zu spät, und Sie riskieren nicht nur eine Gefängnisstrafe für sich und Ihre Familienmitglieder, Verwandten oder Bekannten, sondern auch den Verlust des Sorgerechtes oder des Besuchsrechtes für Ihre Kinder! Nicht zu reden vom Verlust Ihres Arbeitsplatzes und einem Berufsverbot, falls Sie beruflich mit Kindern, das heißt Menschen unter 18, zu tun haben.

Drittens, nehmen Sie sich sämtliche Videokassetten und -dateien Ihrer Familie vor und säubern Sie diese ebenso gründlich von belastendem Material.

Viertens, tun Sie das gleiche mit Musikvideos oder Filmen, auf denen Personen, die möglicherweise unter 18 sind oder so wirken in irgendwelchen erotisierenden Posen oder gar bei sexuellen Handlungen vorkommen und löschen Sie die verfänglichen Szenen oder werfen Sie Videokassetten oder DVDs weg!

Fünftens, gehen Sie Zeitschriften, Bildbände und andere Bücher mit Abbildungen durch und reißen Sie die gesetzwidrigen Seiten heraus oder schwärzen Sie die entsprechenden Bilder mit einem Permanentmarker, den man nicht abkratzen kann. Vergessen Sie aber medizinische Ratgeber, Aufklärungsbücher und Lexika nicht, denn dafür gibt es auch keine gesetzliche Extrawurst.

Sechstens, berücksichtigen Sie, daß nicht nur Fotos oder Videoaufnahmen unter das geplante Gesetz fallen sondern auch Zeichnungen und Malereien, sei es auf Papier oder auf dem Bildschirm! Aber nicht nur Portraits realer Menschen sondern auch Comics, Cartoons und Zeichentrickfilme, Manga zum Beispiel!

Sie halten das für eine schlechte Satire? Nein, das ist der dokumentierte gesetzgeberische Wille der Justizministerinnen und Justizminister der Europäischen Union von 2010, verfaßt nach dem Muster der in den USA bestehenden Gesetze und propagiert von der UNO. Und wenn das EU-Parlament nichts daran ändert, werden diese Richtlinien verbindlich für die Mitgliedsstaaten.


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