Die F-Innen durchschauen Breivik

Es war ja zu erwarten. Sie sind voraussagbar – dumm. Der Standard am 26. Juli an vorderster Front:

Täter getrieben von Hass auf Feministinnen

“Islamisierung Europas” wegen “Feminisierung”: Newsweek-Autorin analysiert Breiviks Schuldzuweisung an westliche Frauen

Na ja, an zweitvorderster. Offenbar hat man bei Emma vom 25. Juli abgespickt:

Anders Behring Breivik, der am Freitag in Oslo mindestens 93 Menschen ermordete, ist ein christlicher Fundamentalist, Nationalist und selbsterklärter Retter der westlichen Welt vor der „islamischen Invasion“. Was aber in der Flut von Medienberichten kaum erwähnt wird: Der Massenmörder und Verfasser eines 1.500 Seiten umfassenden “Manifests” ist getrieben vom Hass auf Frauen, genauer: auf Feministinnen.

Na na ja, an drittvorderster. Emma hat’s von Michelle aus Amerika. Einer, man stelle sich vor, was für eine Expertin in Motivationsanalyse von Terrorakten, Newsweek-Autorin nämlich, die noch dazu einen Bestseller geschrieben hat: „Kingdom Coming: The Rise of Christian Nationalism“. Alice Schwarzer hat’s ja immer schon gewußt: Frauenhaß war das Motiv des Attentäters von Winnenden! Die braven Nichten von Tante Emma haben den ganzen Artikel gleich ins Deutsche übersetzt. Blöderweise weist in den Kommentaren, den auffällig wenigen, einer drauf hin, daß damals außer ihr sonst niemand auf diese Interpretation verfiel. Die aparte (ja doch, schauen Sie sich ihr Foto an! Also, genauer gesagt, die softpornographisch verträumt romantische) Michelle mit dem Kuhblick schrieb am 24. Juli in einer Publikation namens The Daily Beast:

Norway Killer’s Hatred of Women
Anders Breivik used anger against women to cast himself as a crusader, believing feminism is destroying the West from the inside and creating space for Islamism, says Michelle Goldberg.
“Frauenhaß” ist ihr Lieblingsthema, scheint es, sie deckt Hinz und Kunz und Nachbarn auf, und wenn nicht Frauen das unsägliche Opfertum erleiden, dann das Frauen am nächsten stehende tabuisierte Objekt der Kritik, Männer, die aus Prinzip mit Frauen nichts allzu fleischlich Intimes zu tun haben wollen. Denen mehr oder weniger davor ekelt. Oje, das hätte ich nicht so sagen sollen. Das sagt ja sonst auch niemand so krass unlieb. Das war jetzt nicht nett von mir. Vor allem nicht rücksichtsvoll gegenüber denen, um die es gehen soll. Für den Fall, daß man auf den/die Standard, die Emma oder die Michelle, die vom täglichen Tier, hört.Denn solange nicht mindestens 50, irgendwas Prozent der Vorstandsposten der Großunternehmen von Frauen besetzt sind, verlangt es der Anstand, daß es um die geht, auf die sich die Heterophobie mancher Männer richtet. Die Angst halt, die Vermeidungsangst bzw. die ängstliche Vermeidung von Schleimhautkontakten mancher zerschmetterter Patriarchen, vielmehr: wegen Zerschmetterung der Voraussetzung um die Chance auf den Patriarchenstatus Gekommenen (Referenz: Der Standard: Die Lösung zur “Rettung der westlichen Welt” sieht Breivik dementsprechend in der Wiederherstellung eines zerschmetterten Patriarchats;), die Gynophobie, damit es nicht so grauslich klingt. Vaginalphobie wäre eine Alternative; klingt aber noch gynäkologischer oder urologischer.Es ist ja nur vernünftig, wenn man sowieso keine anderen Aussichten hat, als für die Vaginalattraktion (möglicherweise wäre Vaginophilie grammatikalisch richtig; Gynophilie scheint relativ sicher, aber kann die sexuelle Komponente nicht so klar vermitteln) zum Trottel in allen Lebenslagen und -phasen gemacht zu werden, zum Totaltrottel, der zum Schaden auch noch den Spott hat, sich das ganze deprimierende Theater von vornherein zu ersparen.Und wenn die Angst tief und verdrängt genug sitzt, bringt man es auch über sich, die rektale und die orale als akzeptablen Ersatz für die vaginale zu behandeln, was die Schleimhäute betrifft. Die sadomasochistische Komponente dabei, die für den entsprechenden rituellen demütigenden Unterwerfungssakt von besiegten Feinden in der Kulturgeschichte des Krieges verantwortlich ist, bringt nicht jeder zweite übers Herz. Aber die verdrängte und reinszenierte Demütigung psychischer Natur erlitt in der notwendigen Perfidie eben gottseidank nicht jeder zweite, um die psychodynamische Hintergründigkeit der Gynophobie zu erwähnen.Was zum Thema nicht so arg unmittelbar in Zusammenhang steht; oder doch: je patriarchatszerschmetternder eine Zeit, desto häufiger wird die Selbstachtung der Väter und Söhne für ihre Männlichkeit auf demütigende Weise entwertet.

Heute nennen sich die Profiteusen einer solchen dekadenten Ära halt Feministinnen. Und bilden sich ein, sie haben ihre fausse position, wie der vielgehaßte Schopenhauer es nannte, ihrer eigenen Kraft oder politischen Intelligenz zu verdanken. Ihren Schmetterkünsten, die sie immer schon hatten, ist dazu anzumerken.

Frechheiten hinzuschmettern ist keine Kunst der Neuzeitweibchen. Daß es historisch immer wieder ein hochentwickeltes Kunsthandwerk, vielmehr ein Kunstmundwerk oder eine Mundwerkskunst wird, verdankt sich der amotivationalen Resignation der Männer, wenn eine kulturelle Entwicklung ihre Blüte überschritten hat und den antiidealistischen, materialistischen Niedergang durchexerziert.

Die publizierenden Dummchen sollten einmal die jungen Männer fragen, die PUA-Literatur studieren oder auf MRA-Seiten die Blogartikel und besonders die Kommentare studieren – ja, studieren, nicht zur narzißtischen Masturbation gebrauchen, ist gemeint – wenn sie statt selbstreferenzieller Selbstgefälligkeit und Selbstgerechtigkeit Realitätsorientierung ausprobieren möchten.

Oder – und das bietet sich an, wenn man die Motivation Breivniks zu durchschauen behaupten will – erst mal sich die Mühe machen, zu lesen, was er auf den 1500 Seiten seines Manifests tatsächlich alles geschrieben hat und was er in seinem Video alles thematisiert, um gewichten zu können, welchen Stellenwert er dem Feminismus als ursächliches oder bedingtes Phänomen einräumt in dem Gesamtbild, das er sich vom Zustand der westlichen Zivilisation macht.

Aber die Püppchen und Bübchen haben offenbar nicht das geringste Interesse, die Zeitphänomene zu verstehen, und seien sie noch so erschreckend und grauenhaft. Sie spannen sie viel lieber auf ihren Lieblingsrahmen und weben ihr Lieblingsmotiv zum x-ten Mal und zum x zum Quadrat-ten Mal. Das gibt das bewährte gute Selbstgefühl, souverän zu durchschauen, was los ist mit der Welt. Die Leserinnen sehen es schließlich auch ganz einfach zu gerne, wenn ihnen damit wieder und wieder vor der Nase herumgefuchtelt wird, daß sie der Nabel der Welt, der Unterwelt und der Überwelt seien. Und es hinter ihnen, vor ihnen, links, rechts, über ihnen und unter ihnen nicht gilt, wie der Reim der Kinder am Ende des Einschauens beim Versteckenspielen geht; bevor sie “ich schaue” sagen und auf die Suche nach den Versteckten gehen. Was man sich bei der pseudointellektuellen Inzucht feministischer Plapperei allerdings erspart. Da geht niemand auf die Suche, weil es von vornherein klar ist, wo sich die Wurzel aller Übel versteckt.

Wozu wurde denn die Theorie von der patriarchalen Weltgeschichtsverschwörung erfunden und so viele Jahrzehnte so beharrlich propagiert, wenn sie nicht als Panexplikativum anwendbar sein soll? Capisci? Logo? – Na also!


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