Frauenkrankheit Mordlust

Wenn Frauen morden

Dann ist das was anderes. Ganz was anderes. So anders, daß man es sexy findet. Was kann ich dafür, daß die Kultur sexy sagt, wenn sie alles Mögliche meint, das Aufmerksamkeit erregt. Sagen wir halt spannend, das ist aktueller, sexy ist auch schon wieder von gestern.

Für Frauen ist das einfach nicht so verschieden. Aufmerksamkeit kriegen turnt sie an. Wofür, ist unterm Strich egal. Eigentlich überm auch. Exhibitionismus ist weiblich. Die Exhibitionisma sollte es heißen. Die Exhibitionismus geht auch. Man muß Genusstereotypien aufbrechen und grammatikalische Domänen erobern.

Mit den Genussstereotypien ist es nicht anders. Alles geht. Wenn man’s in Gang bringt. In die Gänge kommt es dann von allein. Man muß Aversionsdomänen erobern. Moral ist ein patriarchalisches Konstrukt. Linear, stringent, strangulierend, erstickend. Einfallslos, beschränkt, einschränkend. Frauen sind nicht so. Das weibliche Begehren ist divergent, nicht konvergent. Frauen sind von Natur aus unvorhersagbar. Sie haben keine Ahnung, was sie morgen tun werden. Sie entdecken sich täglich neu. Im Grunde stündlich. Wenn man’s genau betrachtet, von Augenblick zu Augenblick. Je nach Augen, die blicken. Je nach Blick.

Darum sind Frauen so wandlungsfähig. Aber das ist schon wieder der Irrtum der Reifikation. Vom wandlungsfähigen weiblichen Wesen zu sprechen, objektiviert das Subjektive. Es gibt kein weibliches Wesen, das definierbar ist und sich dann verändert, nur um wieder definierbar zu sein. Das ist eine Illusion, die sich der männliche Blick macht, der festhalten will, um zu kontrollieren. Aber so schnell kann der Hase nicht laufen, daß der Igel nicht schon am Ziel auf ihn wartet. Wenn der Mann noch überlegt, was er ihr drauf sagen soll, hat sie ihre Meinung schon wieder geändert. So scheitert er jedesmal, wenn er den Versuch unternimmt, sie festzulegen.

Wozu sollte sie ihm die Freude gönnen, sich festlegen zu lassen? Ist es nicht schöner, alles und nichts, dies und das und noch ganz was anderes zugleich zu sein? Eine Frau kann alles sein, was sie will, heißt es. Soll sie darauf verzichten? Eine Frau soll sich’s aussuchen können, heißt es. Eben. Und wenn sie sich aussucht, daß man sie festlegt, dann ist das ihr gutes Recht. Auf unschuldig zum Beispiel. Auf kategorisch und prinzipiell schuldunfähig. Auf besessen, regelrecht freiheitsberaubt und vergewaltigt von einem diabolischen Geist. Der ihr oft genug ein wahrhaft tragisches Schicksal aufoktrojiert. Eine Schicksalstragödie von antiker Dramatik.

Ein brauchbarer Mann ist einer, der sich dafür gebrauchen läßt. Ein dankbarer Zuschauer beim fliegenden Identitätskostümwechsel. Einer, der noch glaubensstark ist. Auf den man sich noch verlassen kann. Der noch beeindruckbar ist. Der noch Mitgefühl hat und den Einsatz wert ist. Weil so einfach ist es auch wieder nicht, das Publikum zu überzeugen. Im Gegenteil, es erfordert eiserne Selbstdisziplin. Die Leidenschaft für die Schauspielerei haben viele. Aber nur wenige besitzen die nötige Konsequenz, unermüdlich an sich zu arbeiten.

“Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs” ist keine Kunst. Mit ein bißchen Gleichgewichtssinn balanciert man da gefahrlos ein ganzes Leben entlang. Aber Reinspringen in den Krater, daß die Lava aufzischt und giftige Dämpfe die Sicht vernebeln, traut sich keine der billigen drama queens. Die schütten ihm vielleicht zwischendurch den Kaffee ins Gesicht und knallen seinen Computer auf den Fußboden oder rufen die Polizei, wenn es ihm doch einmal zu blöd wird, sich durch die Wohnung treten zu lassen und er zurückschlägt. Mein Gott, ja, sehr originell, sehr mutig! Das ist doch Amateurniveau, Schultheateraufführung, Karaoke von Soapvorlagen! Dafür gibt’s Anleitungen in der Brigitte und in Cosmopolitan. Reinspringen in den Lavasee und in einem Stück wieder auftauchen, die Wand hochkraxeln, sich den Ruß aus den Haaren bürsten und sich an den Abstieg ins Tal machen, als wär’ nix gewesen. Da zieht der Teufel selbst den Hut!

Wollt ihr wissen, was die hohe Kunst ist?

Erschieß’ eure zwei Kinder, geh’ in die Psychiatrie statt ins Gefängnis, weil du sie überzeugst, daß das Antidepressivum dich geisteskrank gemacht hat, er läßt sich scheiden, heiratet eine andere, macht mit der zwei neue Kinder, läßt sich wieder scheiden, und wenn du rauskommst, bring ihn dazu, daß er dich wieder heiratet und mit den neuen Kindern und dir Stieffamilie spielt! Du meinst, das ist schon eine Leistung? Es geht immer noch eine Steigerung: Bring ihn dazu, daß er’s vor seiner nunmehrigen Exfrau verschweigt, wer du bist und die Kinder auch dazu verpflichtet, ihrer Mutter was vorzumachen! Und zuletzt: Schaffst du es auch, daß das Gericht der Mutter der Kinder kein Gehör schenkt, wenn sie verlangt, daß die nicht im gemeinsamen Haushalt mit dir wohnen müssen?

Oder: Schieß’ auf ihn, während er schläft, dann erschieß’ erst seine Mutter, dann schieß’ noch zweimal auf ihn, sodaß er davon das Augenlicht verliert, falls er’s überlebt hat und dich in seinem Dussel um Hilfe wegen der blutenden Schwiegermutter bittet, bring ihn anschließend dazu, daß er vor Gericht so überzeugend auf dein reines Herz schwört, daß du nicht ins Gefängnis mußt, sondern nach vier Jahren Psychiatrie wieder frei bist. Wenn du’s auf die Spitze treiben willst, gesteh’ im Verhör, daß du auch euren Sohn vorher, leider erfolglos, in der Badewanne zu ertränken versucht hast.

Solche treuen Seelen wie die zwei Ehemänner in den obigen Drehbüchern kann man heutzutage doch gar nicht mehr besetzen, erstens finden sich nach einem halben Jahrhundert Feminismus der zweiten Welle keine Darsteller mehr, die eine Verblendung und Selbstblendung in Variationen von König Ödipus auf sich nähmen?

Zweitens müssen mehr als hundert Jahre Psychoanalyse und Postpsychoanalyse doch endlich den Ödipuskomplex samt dem Kavalierskomplex als die misandrische patriarchale Pathologie entlarvt und entkräftet haben, die den Mann in die Rolle des Schoß-, Wach- und Kampfhundes der Frau entwürdigt hat?

Drittens müßte doch die Pandemie der Scheidungen mit Vertreibung der Väter und der mütterlichen Entfremdung der Kinder vom Vater samt der Reduktion dessen zum rechtlosen Alimentezahler es schlechthin verunmöglichen, daß auch nur ein einziger Vater Ehefrauen und Mütter von Anfang an für was anderes hält als bis auf weiteres noch nicht auf manifeste Soziopathinnen Umgeschaltene?

Viertens müßte doch die emanzipatorische Aufklärung der PUA (Pick Up Artists)-Szene ins Bewußtsein internetverwendender Männer jeden Alters gedrungen sein?

Fünftens kann es doch nicht gut möglich sein, daß die zwei, drei Jahrzehnte MRA (Men’s Rights Activism) nicht ein Minimum an allgemeiner emanzipatorischer Bewußtheit bei denselben erreicht haben?

Offenbar doch, ist die Antwort auf alle fünf und beliebig viele andere entsetzte rhetorische Fragen.

Der Mann ist und bleibt ein Held. Und wenn ihm Gott, Kaiser und Vaterland nicht mehr als Ideale glaubwürdig oder verfügbar sind, wenn ihm Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit nicht mehr als Ideale geboten werden, wenn Wahrheit und Gerechtigkeit als Ideale ausfallen, die Wilden zivilisiert oder ausgerottet sind, die Wildnis kartographiert und parzelliert ist, und Gott nur mehr im wilden Kurdistan und im Heiligen Land ein Herr der Heerscharen sein darf, dann rekurriert er aufs nächstliegende Idealisierbare, die heilige Jungfrau, die reine und keusche Mutter Gottes, die große Göttin in ihren unendlich mannigfaltigen Verkörperungen, die alle das Faible fürs Angebetetwerden nicht freiwillig aufgeben, wenn es ihnen händeringend und gebeugten Knies zur Befriedigung angetragen wird.

Weil irgendwo muß die Gleichstellung auch ihre Grenzen haben. Gleichbehandlung ist ja soweit so gut und schön, aber ein bißchen narzißtische Romantik verlangen die weiblichen Hormone schließlich doch. Und die Aussicht auf Einberufung zum Militärdienst oder Alimentezahlen für die Kinder, die man nicht sehen darf und Unterhalt für den geschiedenen Hausmann, der sie einen nicht sehen läßt, ernüchtert sagenhaft.

Daß der Ödipus-Epigone im zweiten Beispiel oben ein Marine war, überschreitet die Grenze zum Kitsch.

Aber Sophokles hat sich auch nicht gescheut, den Krieger als den Archetyp des inzestuösen Muttersöhnchens zu portraitieren. Und Hitler, der Überkrieger auf Zeit, war genau das. Copyright by Zeitgeist.

Quellen

Beispiel eins: http://jezebel.com/5826361/mother-loses-custody-battle-against-woman-who-killed-own-children

Beispiel zwei: http://www.fathersandfamilies.org/?p=17985


Recent Posts

Kategorien

RSS News from Mensactivism

  • An error has occurred; the feed is probably down. Try again later.

RSS Fathers and Families

  • An error has occurred; the feed is probably down. Try again later.

RSS The Spearhead

  • An error has occurred; the feed is probably down. Try again later.

RSS Men’s Rights – Reddit

  • Stop telling men to show their emotions.
  • Chicago Tribune report finds 89.4% of shooting victims are male. The front page headline? "Impact of violence on girls is too often overlooked"
  • Can you just FEEL the male privilege oozing from this email I got?
  • The Red Pill on Netflix.
  • Trailer for new feminist MTV show has women stabbing and beating up men because equality
  • 1/3 domestic violence victims now men. Yet it is still considered a gendered crime against women. Why?
  • This year the awarded most attractive men in the world will lose hundreds of millions to their divorcing wives: Johnny Depp, Brad Pitt and now George Clooney too: his wife is ready to get at least $ 300 million dollars from him
  • Madonna claims music industry is "blatant misogynist and sexist against women". Official statistics though show that the top 4 highest paid in the world in the music industry are: Taylor Swift, Adele, rihanna and herself
  • Over 120 men kill themselves in UK after being arrested and released on alleged sex offences. Yet "the report said sex offenders, especially those who committed offences against children, were likely to feel high levels of shame" -- well maybe the Presumption of Guilt could explain it?
  • Mesa PD and City Prosecutor’s Office Charges Man With Domestic Violence For Not Answering The Phone!