Ehrenmordopfer: Männerquote 43 Prozent

02.08.2011

BKA-Untersuchung

Polizei analysiert Dutzende “Ehrenmord”-Fälle

 Von Johannes Korge

Brüder töten ihre Schwestern, Väter ihre Töchter – alles im Namen der “Ehre”. Was treibt Familien zu solchen Bluttaten? Wer sind die Täter, und aus welchen Ländern stammen sie? Eine neue Studie des BKA liefert Antworten – und erhebt Vorwürfe gegen die deutsche Justiz.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,777856,00.html

Schreibt der Spiegel.

Danach kommen 14 Absätze, in denen wir davon informiert werden, was den Frauen Bestialisches von den Tätern, Vätern und Brüdern,  angetan wird und warum. Nach der Korrektur der Auswirkungen des sensationalistischen Hypes, den die Presse, wie der Spiegel, zu verantworten hat:

Mit einem weitverbreiteten Irrglauben räumt die Studie gleich zu Beginn auf: Die Zahl der Ehrenmorde in Deutschland steigt keineswegs.

wird es vermeintlich wissenschaftlich analytisch. Der Zweck von Ehrenmorden sei die

Unterwerfung weiblicher Sexualität

wie eine Zwischenüberschrift lautet. Darunter die Ausformulierung:

Ein Thema beherrscht laut Oberwittler und Kasselt nahezu alle untersuchten “Ehrenmorde”: die “mangelnde Unterwerfung der weiblichen Sexualität unter die Kontrolle eines patriarchal geprägten Familienwillens”. Die Partnerwahl einer Frau ist Familienangelegenheit. Widersetzt sie sich, beschmutzt sie vermeintlich die “Ehre” ihres Elternhauses.

Wow, das sagt uns was. Überhaupt, wenn wir Engels gelesen haben. Den wir gelesen haben sollten, wenn wir des Spiegels würdig sein wollen. Oder der Wissenschaft. Der sozialen. Denn, no na, ohne Sozialismus keine Sozialwissenschaft. Was ja rein terminologisch einleuchtet. Oder meinen wir vielleicht, rechter zu haben als die Partei, die immer recht hat? Also, “hatte”, ja gut, historisch gesehen ist das so. Eine Reminiszenz. Ein Anachronismus. Eine Nostalgie. Aber, liebe Leser – um nicht zu sagen LeserInnen – ohne Engels gäbe es keinen Spiegel, auch keine Zeit, medial verstanden, jedoch mehr als das, keine Zeit wie diese, wie unsere, jedenfalls seine, des Spiegels. Ohne Engels gäbe es auch keine LeserInnen. Beim Spiegel nicht einmal Leserinnen, nur bei der Brigitte. Daß Frauen überhaupt den Spiegel lesen dürfen, verdanken sie Engels zuerst. Auch Rosa Luxemburg. Obwohl, ich weiß nicht. Das zieh’ ich lieber zurück. Die laß’ ich mir offen.

Der Artikel beunruhigt mich sowieso schon so, wie er ist. Da brauch’ ich mir nicht noch dazu die potenzielle Beunruhigung der armen Rosa – der nicht existierende Gott hab’ sie selig! – einhandeln.

Ja, Genossen, der Spiegel, das Auergestein der linken Solidarität! Wo wären wir ohne Augstein? Im dumpfen Sog der Springer-Presse. Der Springerin-Presse, um der fortschrittlichen Realität der Besitz- und Verfügungsverhältnisse an den publizistischen Produktionsmitteln die korrekte aktuelle Ehre zu geben. Der Friede-Presse. Unter dem rückschrittlichen propagandistischen Hegemoniat – oder sagt man Hegemonie(?) – der Bild-Zeitung. Unter Alice-im-Fräuleinwunderland’s demagogischer Fuchtel! Äh, also … Ja, ja da sind wir. Was soll ich sagen. Da wären wir nicht, sondern da sind wir. Da sind wir beide, der Spiegel und ich. Nur, daß der Spiegel das super findet und ich zum … Vorsicht, was du jetzt sagst, es kann dich zu stehen kommen. Im Abseits, im Out, im Regen. Neuinquisitorisch: in der Kritik, am Pranger. “Am Pranger” soll neuinquisitorisch sein? Ja. So ist es. Hat ja keiner behauptet, daß neuinqisitorisch und mittelalterlich ein unverträglicher Gegensatz seien. Immer diese linearen Denkgewohnheiten! Noch immer nicht die patriarchalische Konditionierung überwunden? Hallo! Lineares Denken sein von gestern! Die weibliche Zeit ist zirkulär! Die weibliche Logik sowieso! Mahakali gebiert und frißt ihre Kinder in der immerwährenden zyklischen Reproduktivität! Im Ethikunterricht geschlafen? Nein, das nicht. Es ist agism. Ich geb’ es zu, ich bin zu alt, um Ethikunterricht genossen zu haben. Es ist ungekehrter agism, um präzise zu sein. Vor lauter Altersdiskrimination bin ich inquisitiophob geworden. Aber ich widerrufe das. Keine Frage. Ich bekenne mich zum Pranger und widersage der Hetze gegen Links, Grün, Homo und allen ihren Dekonstruktionen. Ehrensache! Queer, Trans und Fluid sowieso. Ich bekenne mich zu Diversifizierung, Multikulturalisierung und Null Toleranz für Intoleranz! Aber das ist doch selbstverständlich. Ich bin ja kein Masochist. O je, ich bitte um Verzeihung. So hab’ ich das nicht gemeint. Ich stehe ein für die sexuelle Orientierung nach Bedarf! Und für das Menschenrecht auf ichsyntone Anatomie. Transsexuelle Kinder, Jugendliche und Erwachsene dürfen nicht länger marginalisiert und identitätsnormiert werden. Wir sind ja nicht in der Steinzeit.

Was ich ganz besonders indiskutabel finde, ist die Idee der familiären Autorität über die töchterliche PartnerInnenwahl. Das ist ja wie beim Kopftuch. Wir haben das doch schon vor Jahrzehnten abgelegt. Beinahe vor Jahrhunderten. Man darf da keine falsche Rücksicht nehmen. Daß wir es genauso gehalten haben, ist schließlich schon echt lange her. Das mit den Ehevermittlungen zwischen den Familien, das mit der Eheerlaubnis vom Grundherrn, das mit der Mitgift. Und das mit der Stigmatisierung der ledigen Mütter. Von der moralischen und gesetzlichen Verurteilung und Bestrafung des Ehebruchs ganz zu schweigen. Was bilden sich diese anatolischen Bauerntrotteln eigentlich ein, daß sie uns mit dem provozieren, was wir schon hinter uns haben? Wir sind ja schließlich nicht in Indien, daß wir auch heute noch arrangierte Ehen für genauso günstig oder noch befriedigender halten wie romantisch initiierte. Und Ehre? Ehre war bei uns 1945 zu Ende. Keuschheit? Garaus 1960. Mutterschaft? Seit 1975 eine überflüssige Komplikation aufgrund mangelhafter Verhütung und Mangel an Selbstbewußtsein.

Die sexuelle Befreiung der Frau ist die Mission des Abendlandes. Da fährt der Zug drüber. Jahwe hat sich daran gewöhnt, Allah wird nichts anderes übrigbleiben als nachzuziehen. Gott ist tot. Und seine Propheten auch. Das muß einmal gesagt werden.

Familie ist, wo es einen gemeinsamen Kühlschrank gibt. Ist denn das so schwer zu verstehen?

Ich will hier keinen clash of civilizations beschwören, aber das ist die Kultur des Minirocks und des Dildos, nicht des Kopftuchs und der Gebetsperlen. Und wem das nicht paßt, der soll Ehrenselbstmord begehen oder sich zur Ehrenrückkehr nach Anatolien entschließen! Oder Ehrendepressiver werden. Soll mir auch recht sein. Daß er nicht Ehrenalkoholiker werden darf, dafür kann ich nichts.

Aber die Mädchen bleiben da und gehen ins Frauenhaus. Oder ins Hurenhaus. Das Vaterhaus ist nämlich absolut das Letzte, was sie brauchen!

Wieder eingerastet, erstaunt mich über die Maßen der unvorhersehbare Geschlechterschwenk:

Überraschend erscheint auf den ersten Blick der hohe Anteil von männlichen Opfern. 43,1 Prozent aller getöteten Personen waren Männer.

Bevor ich jetzt Mitleid mit den ermordeten Repräsentanten des Tätergeschlechts kriege, enthebt mich der Spiegel dieser exotischen Regung:

Dabei handelt es sich laut Forscher Oberwittler überwiegend um “zusätzliche” Opfer, die zu den “eigentlichen”, weiblichen Opfern hinzukommen. Im Klartext: Der Täter hat es auf eine Frau abgesehen und bringt deren Freund/Partner/Liebhaber gleich mit um.

Ach so. Na dann! Dann kann ich mir die Mühe der pietätischen Gleichstellung sparen. Kollateralgeschädigte interessieren mich auch in Afghanistan, Pakistan oder Libyien nicht. Haben mich auch in Israel nicht interessiert, als die Raketen aus den Hubschraubern auf Autos und Häuser geschossen wurden und für jeden zerfetzten Hamasfunktionär ein paar Kinder und Frauen aus der Verwandtschaft oder von den Passanten auf der Straße dran glauben mußten. Wenn man sich da auf Mitleid einließe, würde man zum Haßblogger. Wenn nicht zum Gutheißer von islamistischen oder rechtspopulistischen Anschlägen und Massakern. Und zum Beter um einen großen Auslöscher. Zum Präventivhäftling, wenn’s nach den Wünschen der Oberpolizisten und der Polizeistaatspolitiker geht.

Ende von Teil I.

Irgendwer mit Einfluß muß ähnlich erzürnt gewesen sein über die Kollateralisierung von nichtweiblichen Mordopfern. Anders kann man nicht verstehen, warum der vorbildlich antipatriarchale Spiegel einen zweiten Artikel zum Thema Ehrenmord schreibt, in dem die fliegenden Späne dem Hobelwerkstück des großen Gleichmachers gleichgestellt werden.

Ein Blick in die Webgeschichte mithilfe von Google erweist auch schon die anzunehmende Identität der Protestanten. Schon im Jahr 2008 gab es einen Artikel im Spiegel, dessen Grunddaten zitierenswert sind:

09.08.2008

Mord an schwulem Türken

“Du wirst sterben, wenn du nicht normal wirst”

 Von Ferda Ataman

Der schwule Student verfasste einen Artikel über sein Coming-out – und zwei Monate später war er tot. Eine Hinrichtung in Istanbul auf offener Straße. Sein Partner sagt: Es war die Familie, ein Ehrenmord. Türkische Homosexuellen-Vereine sind überzeugt, dass sein Fall nicht der einzige ist.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,570714,00.html

Das ist schön. Braucht man seine Eindrücke von der selektiven Humanität des Spiegel nicht revidieren. Und keinen blauen Schwan unter den rosa Flamingos illusionieren. Das ist Kaderdisziplin von altem Schrot und Korn. Vorwärts und nicht vergessen, wer hier die Opfer sind! Tradition verpflichtet.

Damit man klar sieht, im zweiten Artikel geht es um die gleiche BKA-Studie, nicht um zusätzliche Daten, er war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ursprünglich nicht als eine Art zweiter Teil geplant, sondern ist als Ergebnis einer Intervention anzusehen:

05.08.2011

BKA-Studie

Ein Drittel aller “Ehrenmord”-Opfer ist männlich

Von Barbara Hans und Johannes Korge

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,778249,00.html

Soll man sich nicht trotzdem über die geschlechterdemokratische Opferquotengerechtigkeit freuen, die der Spiegel damit hochhält? Man darf sagen, vorbildlich progressiv gegen den misandrischen Mainstream?

Ich würde so sagen: Genauso, wie man die Tilgung der Homosexualität als sexuelle Perversion aus der psychiatrischen Nomenklatur seit dem DSM IV als Ausdruck der Weiterentwicklung des Erkenntnisstandes der Psychopathologie betrachten kann, bevor man draufkommt, daß sie einzig und allein aufgrund massiver Interventionen der Interessenverbände der homosexuellen Lobby zustandekam. Als ungenierte, profane Anpassung an den Wind des Geistes der neuen Zeit.

Dem Wehen entsprechend widmet der zweite Artikel auch das Artikelfoto so wie die ersten fünf Absätze einer Art Rekapitulation des Artikels von 2008, man zeigt das homosexuelle Opfer und schreibt über es und Seinesgleichen. Bevor man dann, wohl oder übel, ergänze ich, auch die leidigen heterosexuellen männlichen Opfer als solche zur Kenntnis bringt. Es ist nicht der Spiegel allein, der alles, was möglich ist, unternimmt, um die ermordeten Männer von der Bildfläche verschwinden zu lassen oder zumindest als uninteressanten Kollateralschaden zum interessanten “eigentlichen” und wirklichen und dramatisch-tragisch-skandalösen hinzustellen. Die Studienautoren machen das mit ihren Mitteln schon davor.

Die Untersuchung von Dietrich Oberwittler und Julia Kasselt analysiert “ehrbezogene Tötungsdelikte” von 1996 bis 2005. Sie ermittelt 109 Opfer, 43 Prozent von ihnen Männer. “Dieser Wert kam auch für uns etwas überraschend”, sagte Kriminologe Oberwittler. Eine genauere Analyse habe dann jedoch eine eindeutige Verteilung ergeben. Bei Ehrenmorden im engeren Sinne sind der Studie zufolge 30 Prozent der Opfer männlich.

Besonders hoch war die Quote der männlichen Opfer bei Tötungsdelikten, die in der Grauzone zur Blutrache liegen. Dabei handelt es sich um Fälle, in denen zum innerfamiliären Konflikt eine Fehde mit einer anderen Familie kommt. Von insgesamt 47 männlichen Opfern kamen 16 als Folge eines solchen Grenzfalls zur Blutrache ums Leben.

Man reitet auf den “knapp 43%” männlicher Opfer herum, gibt erst zu, daß man ideologisch verhetzt realitätsblind war, indem man sich, sich anständig gebärdend, “überrascht” zeigt, statt sich zu schämen für die kriminologische Inkompetenz, wonach man die “überraschende” Tatsache der Gleichverteilung der Geschlechter unter den Opfern (denn bei einer Gesamtstichptobe von 109 sind 47 Männer zwar 43%, aber die Stichprobe ist so klein, daß man von der Hälfte der Fälle sprechen muß, bzw. auch nicht ausschließen kann, daß bei einer größeren Gesamtanzahl nur ein Drittel Männer wären) weiter manipuliert. Weil nicht sein soll, was nicht sein darf, verwendet man den üblen Trick, vier Unterkategorien zu erstellen, womit man das Gesicht der feministischen und misandrischen Dogmatiker wahren und die Ehre der Frauen, die “eindeutig” häufigeren Opfer von Ehrenmorden “im engeren Sinn” zu sein, nämlich 70% statt bloß 57%, retten kann.

Den diesem Manöver widersprechenden Kommentar über Studien aus der Türkei läßt man im luftleeren Raum stehen. Er verweist auf die Gleichverteilung bezüglich des Geschlechts der Opfer von Ehrenmorden – ohne kategorisierende Beschönigung für brave Feministenohren:

“Für mich ist diese Zahl nicht fremd”, sagt die Buchautorin und Menschenrechtlerin Serap Cileli. “Wenn man Studien aus der Türkei vergleicht, sieht man, dass dort in manchen Jahren mehr Männer als Frauen Opfer eines ‘Ehrenmordes’ werden.”

Knapp 43 Prozent der Opfer sogenannter Ehrenmorde sind männlich - zu diesem...

Schließlich soll uns nicht die Frage der Ehre als Motiv für Mord interessieren, sondern die der Kontrolle weiblicher Sexualität! – Du versteh’n?

Daß die Zahl der schwulen Opfer nicht erwähnt oder in den verschiedenen Abbildungen dargestellt wird, darf so interpretiert werden, daß sie marginal ist. Angesichts des ersichtlichen Motivs für diesen zweiten Artikel drei Tage nach dem ersten würde man zwar gerade das erwarten, aber eine verschwindend geringe würde nicht nur den Aufmacher und ersten Abschnitt dieses Folgeartikels absurd erscheinen lassen, sondern die türkischen oder sonstigen Homosexuellenverbände zum redaktionellen Einspruch motivieren. Und daß sie als Begutachtungsinstanz akkreditiert waren, ist doppelpluswahrscheinlich.

Nachbemerkungen:

Fast hätte ich’s zu erwähnen vergessen: Die Autoren haben in beiden Artikeln zu erwähnen vergessen, was uns alle aber doch interessiert, so oder so: Es gibt auch weibliche Täter, also: Täterinnen von Ehrenmorden. Huch! Das Balkendiagram beachten! Sie sind auf alle vier Typen von Protoehrenmorden gleichverteilt, wenige, aber nicht keine! 9 Ehrenmörderinnen immerhin von 122 EhrenmörderInnen oder Ehrenmörder_innen oder Ehrenmörderinnen und Ehrenmördern. Das sind knapp 8 Prozent. Da ist Gleichstellungsbedarf. Typisch eben. Weibliche Selbstbehauptung in Männerdomänen ist nicht wirklich das türkische Ding.

Die aufgesparte Rosa Luxemburg könnte man paraphrasieren:

Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden, sich zu Verschwiegenem zu äußern.

http://de.wikiquote.org/wiki/Rosa_Luxemburg


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