Die Türkei zensiert das Internet – als erste hier

“Der Standard” berichtet:

Die Regierung liest mit

Die Internetbehörde der konservativ-muslimischen Regierung von Premierminister Tayyip Erdogan hat den Aufbau einer zentralen Schnittstelle beschlossen, die künftig alle Internetbenutzer im Land passieren müssen, wenn sie eine Webseite öffnen oder ein E-Mail senden. An die Schnittstelle schließen sich verschiedene Filter an. Die Listen mit den blockierten Domains sind nicht öffentlich zugänglich und werden von der Regierung ständig aktualisiert. Das System beobachtet zudem alle Aktivitäten der User im Internet.

Ähnliche Vorkehrungen haben bisher China, Nordkorea oder Saudi-Arabien mit dem “Halal Internet” getroffen. “Wird es umgesetzt, wird dies zum ersten von einer Regierung kontrollierten und betriebenen, verpflichtenden Filtersystem innerhalb der OSZE führen” , heißt es in einem neuen Bericht der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Bereits jetzt habe die Türkei die “am weitesten gefassten gesetzlichen Mittel, um den Zugang zu Webseiten zu blockieren, indem elf verschiedene verbrechensrelevante Inhalte definiert werden” , stellt der Bericht fest.

Man beachte die Erwartung respektive Drohung im Bericht: Man spricht vom ersten … innerhalb der OSZE!

England ist aktuell von Zensurideen der Politiker bedroht, Deutschland und Österreich muß sich seit den Terroranschlägen in Norwegen die selben antidemokratischen Drohungen der politischen Autokratie anhören.

Das zusätzlich zur demokratisch inakzeptablen Vorratsdatenspeicherung, die der tyrannische Leviathan und seine nationalen Kollaborateure uns aufzwingt.

Google+ und Facebook sind dabei, die Anonymität der Pseudonyme fürs Veröffentlichen abzuschaffen.

Aktuell: Blackberry agiert als retrograder Spitzeldienst für die englische Polizei.

Der Überwachungs-und Polizeistaat ist der Trend. Keine Sau unter den noch Pressefreien findet das so dramatisch, wie es ist. Auch keine unter den noch Redefreien, den teilweise, beschränkt und bedingt – nur noch im Prinzip – Meinungs-, Rede,- und Pressefreien? Doch, doch, seien Sie beruhigt, es gibt da eine Intelligenz- und Kritikelite, die den nötigen Horizont aufweist. Das läßt jedenfalls “DER STANDADR; Printausgabe, 13./14./15.8.2011” einen behaupten. Die Privatsphäre müsse geschützt werden:

Ansonsten droht die Tyrannei der Mehrheit im globalen Dorf, auch wenn das viele der heterosexuellen, weißen, männlichen Blogger nicht verstehen.

Na, das ist einmal eine Aussage von Gewicht, die auf den wahren Kern des Pudels hinweist! Schonungslos aufdeckerisch, polemisch und provokant, wie es sich heterophobe, gelbe, weibliche Nichtblogger schon 2000 Jahre als Begehrlichkeit wachgeküßt erträumen.

Ich verstehe nicht, warum mir das nicht schon früher aufgefallen ist.

Recht hat er, die Einsicht bohrt sich jetzt durch alle vier identifikanten Bretter vor meinem unverständigen Kopf. Puh, sind die dick! Das schmerzt direkt. Ja, sowas hat eben nur eine Zeitung für Leserinnen zu bieten. Ich muß es mir nochmal glasklar machen:

Wir dreifache Minderheit in der lokalen, nationalen und internationalen Bevölkerung haben gar nichts von der ersten einfachen Mehrheitszugehörigkeit, so gewaltig überwiegend sie für sich genommen auch ist. Sobald man alle anderen zusammenzählt, sind es trotzdem an zweiter Stelle sehr viel, an dritter um einiges und an vierter wieder sehr, sehr viel mehr, in der Summe also drei Mehrheitszugehörigkeiten der anderen gegen unsere eine.

Daraus offensichtlich: Wir sind als krasse Minderheit eminent von der Tyrannei der krassen Mehrheit bedroht.

Nur eins kriegt er neben aller analytischen Brillianz nicht auf die Reihe: Wir das verstehende Minderheit innerhalb der bedrohten krassen Minderheit sind die allerkrasseste Mehrheit unter den wenigen individuell oder kollektiv gegen die Unterminierung der Privatheit wetternden, anbloggenden, in Büchern anschreibenden, aussendenden, demonstrierenden, konferierenden, videographierenden und hackenden Zeitgenossen.

Es ist nur ein Sperrholzblättchen, daß er dafür durchlöchern müßte, eines Auges Blick darauf zu erhaschen. Erkenntnispraktisch gesprochen. Ein Bohrer aus dem Laubsägewerkzeugkästchen und danach die Laubsäge genügen für die Bewältigung der Aufgabe. Da spielt auch eine eventuelle Desorientierung des erotischen Begehrens keine so obstruktive Rolle. Im Gegenteil, wenn er sich’s als Körperschmuckherstellung für die Stirn konstruiert!

Noch was zur Sache, vielmehr Unsache:

Im Vergleich zu dem, was wir in den 6oer und 7oer Jahren erlebt und miterlebt haben, ist die westliche Gesellschaft heute autoritär, repressiv, intolerant und totalitär. Wir leben in Meinungsunfreiheit, mit unfreier Rede, unfreier Presse, ideologischen und politischen Redeverboten und systematischer Verfolgung, Inquisition und Lynchjustiz in Form von publizistischen oder gerichtlichen Schauprozessen gegen jeden, der den Meinungsdiktaten öffentlich widerspricht oder zuwiderhandelt. Ehrenrufmord ist an der Tagesordnung, die Verbannung in den sozialen Gulag ebenso.

Die Studenten, die damals gegen das Establishment agitierten, protestierten und demonstrierten, sind heute die nützlichen Idioten des repressiven Regimes, duckmäuserisch, konformistisch und kadavergehorsam dem herrschenden Amtsgeist gegenüber: antirassistisch, anti-antisemitisch,  antifaschistisch, antinationalsozialistisch – und vor allem: antipatriarchal(isch) – gegen Homophobie und Fremdenhaß. Antikapitalistisch dürfen sie auch dazuschreiben, weil’s eh ohne Belang ist. Hauptsache: Kampf gegen Rechts! Und gegen den Papst. Und gegen Bush. Nein, also … streichen wir das. Für den Frieden, gegen den Krieg! Gegen Obama geht nicht. Der macht ja nur noch elender weiter, mit dem was Bush angefangen hat. Und außerdem sind sie keine Rassisten. Gegen die Hegemonie des heterosexuellen, weißen, blonden, blauäugigen, bloggenden Mannes! Für den Aufstand der lesbischen, bisexuellen, transsexuellen, farbigen, dunkeläugigen, schwarzhaarigen, nichtbloggenden Sklavinnen!


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