Sweet Little Sixteen ist überfordert

Jeder zwischen 13 und 93 beneidet ihn, den (damals) 39-Jährigen.

Stell’ dir vor, beim ersten Treffen gleich zwei Tage nicht aus dem Hotel gekommen. Und ihre Eltern haben kein Theater gemacht. Und selbst im Nachhinein sagt sie kein böses Wort über ihn.

So gut wie jede beneidet sie. Ja, echt. Was glaubst du denn, warum sie so giftig drauf reagieren. Die abgetakelten Frustrierten mit dem elektrischen Liebhaber.

Alle beneiden die zwei, und keiner gibt’s zu. Sowas tut man ganz einfach nicht. Das ist unanständig. Aber so darf man heute nicht mehr reden. Also wird man hämisch:

Was will der Alte?

Das eigentlich Bedenkliche an der Boetticher-Affäre

Fall Boetticher: Eine Beziehung, die überfordert (Titel zum obigen Artikel in der Papierausgabe 18. 8. 2011)

Fall Bötticher: Die Gefahr der Folgen

Psychologe zum Fall Boetticher: “Ein unglaublich unreifer Mensch”

Noch böser wird es dann so:

Fall Boetticher: Eltern besorgt

Viele Eltern verschärfen nach dem Fall Boetticher die Facebook-Kontrolle ihrer Kids. Der 40-jährige deutsche CDU-Politker ist ja zurückgetreten, weil er via Facebook eine Affäre mit einem erst 16-jährigen Mädchen begonnen hatte. Viele Eltern machen sich nun Sorgen, auch ihr Kind könnte via Facebook in die Arme eines wesentlich Älteren getrieben werden.

Damit ihr’s wißt, Kinderschänder lauern mit ausgebreiteten Armen auf Facebook, nein, hinter Facebook, gleich um die Ecke, ob dieses soziale Medium ihnen, den Antisozialen, Kids zutreibt. Politiker über 30 sind besonders gefährlich, zumal bei uns, wo erst 16-jährige Mädchen jene wählen sollen. Und den Unterschied zwischen Wählen und Sex noch nicht so genau durchschauen. Da gibt’s doch diesen neuen Staatssekretär für Integration bei der ÖVP, der ist auch schon 23 oder 24 und Jurist, also Jusstudent halt, aber doch. Das ist doppelt gefährlich, der heißt schon von Amts wegen so integer, und wenn dann das Kitz einen Opa aus der Türkei hat, weiß ich nicht, wo das mit der Integration endet. Und dann – Gott behüte – der Strache erst. Jung, fesch, und die Kids wählen ihn wie narrisch. Bei dem Haargel und der Bräune und dem weißen Anzug auch kein Wunder.

Ein Beispiel für die Infamie eines Neiders unter den Journalisten. Ein Professor für Klinische und Familienpsychologie wird interviewt:

Auf die Frage, ob ein Mann mittleren Alters auf Augenhöhe – oder doch eher auf “Lendenhöhe” – mit einem Teenager zusammen sein könne, sagt Hantel-Quitmann: “Wäre er auf Augenhöhe, dann würde das Fragen aufwerfen nach seiner persönlichen Reife. Man müsste unterstellen, dass er zumindest in Liebesdingen ein unglaublich unreifer Mensch ist.”

Und meint davor:

Von Boettichers Beteuerung, es sei “schlichtweg Liebe” gewesen, hält der Hamburger Psychologe für eine politisch motivierte Aussage, mit der sich der Politiker aus der Verantwortung ziehen wolle.

Was im Klartext heißt, er glaubt nicht, es sei Liebe gewesen, schon gar nicht “auf Augenhöhe” sondern in der ekelhaften Diktion, die auch nichts bewirken soll als abwerten, “auf Lendenhöhe”. Das kümmert den Journalisten nicht, er schreibt im Titel das Gegenteil:

Psychologe zum Fall Boetticher: “Ein unglaublich unreifer Mensch”

Denn darum geht es. Darf man nicht moralisch verurteilen, weil das unmodern ist, dann verurteilt man psychologisch, dann pathologisiert man. Der Psychologe hat schon damit angefangen, wenn er den überflüssigen Stuß von Bewundern und Bewundert werden und von narzißtischer Beziehung losläßt. Es geht doch nichts über Interviewtwerden, wenn man narzißtische Bedürfnisse zu befriedigen sucht. Wie blöd man daherredet, ist ganz und gar egal. Der Journalist bewundert einen, was man für ein Experte ist, und man läßt sich für seine klugen Bemerkungen bewundern. Die wahrlich tiefsinnigen Charakter haben und hochspezialisiertes Fachwissen verraten. Er stellt die

(…) Frage “warum ein 40-Jähriger, promoviert und politisch erfolgreich, auf die Bewunderung einer 16-Jährigen hereinfällt”. Er erklärt das mit dem psychologischen Alter, das nicht immer mit dem biologischen Alter übereinstimme.

Ja, das ist die Frage. Da schau’ her!

Wie kommt der Herr Professor auf die Idee, der Mann wäre auf irgendetwas reingefallen? Hat er ihr einen Job gegeben und dann später erst bemerkt, daß sie gar nicht imstande war, ihn zu erledigen? Ist er auf ihre Bewunderung reingefallen, anstatt ihre Eignung zu überprüfen? Ist sie eine Trickbetrügerin, die ihm einen Scheck für eine nichtexistierende NGO rausgelockt hat? Weil er vor lauter Geschmeicheltsein keine Unterlagen für das zu finanzierende Projekt verlangt hat?

Hat sie ihn mit ihrer Bewunderung in das Hotel gelockt, dort Nacktfotos von ihnen beiden gemacht und ihn danach damit erpreßt? Es wird wohl ihr Sex-Appeal gewesen sein, Herr Professor. Schon einmal daran gedacht? Und wenn sie ein paar Monate ein Liebesleben hatten, dann war da kein Reinfallen, außer sie war so unattraktiv und so frigide, daß man sich seine Attraktion nicht anders erklären kann, als daß er das vor lauter Baden in den Schmeicheleien die längste Zeit nicht mitgekriegt hat.

Der FAZ-Interviewte scheint so fasziniert von seiner Idee, daß sexuelle Beziehungen ein Nebenprodukt von Bewunderungsbeziehungen sind, daß er den Wald vor lauter Bäumen übersieht. Oder er ist so politisch korrigiert, daß er sich auf solche Ideen stürzt. Oder er befürchtet, vor die Inquisition zu kommen und tut nur so, als wäre er außerstande, die sexuelle Attraktivität einer 16-Jährigen als hinreichende Bedingung für diese … Sache zu begreifen.

Um das Maß der Fiesheit voll zu machen, hat der Kurier nach der Lektüre der FAZ eine zweite Wendung im Runtermachen des Mannes dazugefügt. Auf der Gesundheitsseite. Weil nicht gesund sein kann, was nicht gesund sein darf. Er läßt eine Psychologin eine Seite lang im Interview herumschwafeln, warum man den “Alten” verurteilen sollte (wenn man ihn schon leider nicht vor Gericht bringen kann). Und zwar mit dem Allerweltsmittel zur Anklage von Männern und Bemitleidung von Nichtmännern jeden Alters: Es hat sie, nein, er, er natürlich hat sie … und zwar “überfordert”! Denn 16-Jährige sind süße, unschuldige, verspielte und verträumte kleine Kätzchen, wie das riesige Foto in der Papierausgabe zeigt. Nicht Kitzchen, aber große Kinder, wißt ihr. Sie sind noch nicht ausgereift und noch nicht ausgereift. Wie? Was soll ich machen! So steht’s da:

Aus meiner Sicht nutzt in so einer Beziehung der Erwachsene die noch nicht abgeschlossene Persönlichkeitsentwicklung und noch nicht vollständige Reife des Jugendlichen aus.

Ich würd’ mal vermuten, die vollständige Reife hat sie spätestens mit 13 erreicht, allerspätestens mit 14, wenn sie kein Ausnahmefall ist. Das Konzept einer abgeschlossenen Persönlichkeitsentwicklung ist sowieso hinten und vorn nur Leerbegriff. Hoffen wir, daß sie bis zum letzten Atemzug reifer wird! Und wenn man die zum Gemeinplatz gewordene Behauptung dazu denkt, daß Mädchen in dem Alter Burschen um zwei Jahre in der Reife voraus sind, ist es überhaupt müßig, sowas zu sagen.

Was aber heißt ausnutzen? Sex ist ausnutzen? Sex ist Ausnutzen des Mädchens durch den Mann? Des Jüngeren von Zweien durch den Älteren? Weil Sex irgendwie doch was ist, was man nicht aus Lust macht sondern aus? Verpflichtung? Zwang? Höflichkeit? Und das ist ans Alter gebunden? Heiliger Himmel, das Mäuschen von Jugendpsychologin lebt hinter dem Mond, sollte sie sowas im Hinterkopf haben. Sie möge sich einmal mit erwachsenen, nicht nur, aber besonders, verheirateten oder fix zusammenlebenden Männern unterhalten. Männer machen sehr viel häufiger nur Sex, damit sie sich das 14-tägige beleidigte Gesicht ihrer Freundin ersparen, als umgekehrt. Und junge Mädchen sind sehr viel egoistischer, launischer und rücksichtsloser als erwachsene Männer.

Was sie aber im Interview durchgehend vertritt, ist eine Auffassung von Liebesbeziehung als Konkurrenzverhältnis:

Wenn ich noch nie in meinem Leben gelaufen bin, kann ich nicht plötzlich bei einem Marathon an den Start gehen – weil meine Voraussetzungen ganz andere als die des Marathonläufers sind. Sie sollten aber ähnlich sein, wenn eine partnerschaftliche Beziehung das Ziel ist.

Womit sie meint, der Ältere hat schon viel mehr Lebenserfahrung in allen möglichen Bereichen, von der Sexualität bis zur Mobilität:

Eine 16-Jährige geht mit ihren Freundinnen in die Pizzeria, fährt wie alle anderen mit dem Rad oder Moped. Wenn Sie plötzlich mit dem Nobelauto ins Restaurant kutschiert wird, so ist das eine ganz andere Lebenserfahrung.

Genau, und er kennt sich schon ganz genau damit aus, wie man mit einem Chauffeur umgeht und mit dem Portier. Das ist doch gemein. Das kann sogar peinlich werden für sie. Zum Beispiel, wenn sie sich selber die Tür aufmacht, statt auf den Chauffeur zu warten, der – hinten – ums Auto rumgeht. Oder doch vorn? Eben! Nie würde ich mir mit einer mit Chauffeur was anfangen!

Und eines ist ja ganz, ganz unfair:

Diese Überforderung ist das Hauptproblem: Ein 40-Jähriger hat etwa schon viele Spielarten der Sexualität erlebt. Das ist eine ganz andere Ebene.

Wie steht sie denn dann da. Als unerfahrene Landpomeranze. Und er ist der Sir, der Überlegene, der sich überall viel besser auskennt. Da kriegt so ein Mädchen doch Minderwertigkeitskomplexe. Das ist ja noch schlimmer als der beschämende Umstand, daß er so viel Geld hat, daß er sich einen Mercedes und ein Nobelrestaurant leisten kann und sie dauernd zu allem einlädt. Während sie mit ihrem Taschengeld ihm nicht einmal teure Geschenke kaufen kann. Wie soll man sich da als Frau unabhängig fühlen können, vor allem von einem Mann?

Das tragische Ergebnis ist wohl unvermeidlich:

Eine Beziehung auf gleicher Augenhöhe ist nicht möglich, letztlich bleiben die Jugendlichen immer in einer emotionalen, sozialen und intellektuellen Abhängigkeit.

Die finanzielle haben Sie vergessen, gnädige Frau! Die macht jungen Mädchen und Frauen überhaupt viel, viel mehr zu schaffen. Die entspricht nämlich nicht dem modernen Rollenbild, das sie in der Schule gelernt haben.

Nein, man muß sagen, Chancengleichheit ist in so einer Beziehung von vornherein unmöglich. Und wozu dann überhaupt eine?

Andererseits, so schließt die Expertin, ist alles nicht so tragisch, das mit dem Wettbewerbsnachteil, wenn es halbwegs gut, das heißt, schnell vorbei geht:

Im besten Fall bleibt eine solche Erfahrung auch nur eine unter vielen und dauert nicht sehr lange. Dann sind auch keine allzu negativen Auswirkungen zu befürchten.

Genau, mit 35 oder so, wenn sie sich dann für ein Kind bereit fühlt und 150 Kurzzeitbeziehungen zwischen einer Nacht und sechs Wochen hinter sich hat, ist die eine längst vergessen. Verlieben kann sie sich schon lang nicht mehr. Und warum sich keiner in sie verliebt, kann sie sich nur so erklären, wie sie es in der Brigitte und in Cosmopolitan liest. Die Männer von heute sind nichts wert. Sie wollen nicht erwachsen werden.


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