Von der Schamlosigkeit des Weibes

Dieser Beitrag verdankt sich einem Diskussionsstrang, der im Forum WGvdL.com heute veröffentlicht erscheint. Das erste Zitat stammt von Rainer.

Geschlechterquote an iranischen Universitäten eingeführt
zwd Berlin (tag). Die Behörden in Teheran haben eine Geschlechterquote für zahlreiche Studiengänge an den iranischen Hochschulen eingeführt. Hintergrund für diese Entscheidung sind die stetig anwachsenden Studentinnenzahlen in den Fächern Medizin sowie Ingenieurs- und Humanwissenschaften. Die Einführung der Geschlechterquote sei eine neue und perfide Entrechtung von Frauen in einem Land, in dem die Frauen ohnehin unter den Folgen einer frauenfeindlichen Lesart der religiösen Überlieferungen leiden, erklärte die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Roth, am 26. Februar in Berlin.

Wichtig ist das Jahr, aus dem Claudia Roths Kommentar stammt: 2008.

Man erinnere sich: Die Behörden in Oslo haben eine Geschlechterquote in den Aufsichtsräten von Unternehmen eingeführt. Zitat aus dem Focus aus dem Jahr 2008:

Seit Anfang 2008 müssen in einem börsennotierten Unternehmen in Norwegen 40 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder Frauen sein. Sonst droht die Schließung.Das meldete die Nachrichtenagentur BBC am Freitag. „Frauen stellen in den börsennotierten Unternehmen in Norwegen heute 38 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder“, sagte Marit Hoel, Leiterin des Centre for Corporate Diversity (CCD) in Norwegen. Der Anteil habe sich in den vergangenen fünf Jahren mehr als vervierfacht. Das Gesetz, wonach börsennotierte Unternehmen bis 2008 den Frauenanteil in Aufsichtsräten auf 40 Prozent aufzustocken müssen, war 2003 eingeführt worden.

Dazu Zitate aus dem hiesigen Beitrag: Vorwärts ins Schlaraffinnenland

Dazu gibt es Stellungnahmen der Männerpartei, der Grünen, der ÖVP und des BZÖ.

Hier die der Grünen:

Die Ankündigung von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek im Rahmen des 11. Journalistinnenkongresses, eine 45 Prozent-Frauenquote im ORF-Gesetz zu verankern, sieht Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, als einen wichtigen und längst überfälligen Schritt nach vorne. „Frauen müssen im Berufsleben gleiche Karrierechancen haben und dürfen beim Aufstieg nicht diskriminiert werden. Diese gesellschaftspolitische Einstellung soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht nur verkünden, sondern auch selbst glaubwürdig vertreten“, so Schwentner.

Die Ungleichbehandlung von Frauen im ORF ist zudem so tief verwurzelt, dass es umfassender Maßnahmen im Bereich der Gleichstellung bedarf. Es braucht zum einen eine geschlechterparitätische Besetzung des Stiftungs- und Publikumsrates. Aber auch was die Programmgestaltung anbelangt gibt es bei den Sendungsverantwortlichen einen großen Aufholbedarf“, so Schwentner. Das zeige sich zum Beispiel daran, dass das Thema der parlamentarische Enquete „Frauen in der Politik“ über die Übertragung und die Tagesnachrichten hinaus keinen Eingang ins Programm gefunden hat.

Die Stellungnahme der ÖVP:

Hocherfreut zeigte sich Maria Rauch-Kallat bei der Eröffnung des 11. Österreichischen Journalistinnenkongresses über die Aussage von STS Christine Marek, dass im ORF-Gesetz an eine Frauenquote zu denken sei. Dem setzte Bundesministeriun Gabriele Heinisch-Hosek in ihrem Statement nach und übertraf die Erwartungen der anwesenden Medienfrauen: Sie versprach, dass, angeglichen an das Geichbehandlungsgesetz, eine 45% Frauenquote im neuen ORF-Gesetz festgeschrieben werde.

Rauch-Kallat: „Wie schon bei der Frauen-Enquete im Parlament letzte Woche mehrfach festgestellt, ist die Quote zwar keine „elegante“ Lösung, aber eine, die wirkt!“ Seit mehr als zehn Jahren versucht Maria Rauch-Kallat, u.a. auch als Initiatorin des Journalistinnenkogresses, konsequent Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen in den Medien zu diskutieren und umzusetzen. „Mit der heutigen Ansage der beiden Regierungsmitglieder ist auch dem Journalistinnenkongress ein entscheidender Durchbruch gelungen“, meinte Rauch-Kallat abschließend.

Quod licet Europae, non licet Asiae – in patscherter Lateinisierung und Geographisierung?

Ist es das?

Oder: Die bösen Islamisten dürfen nicht, was die guten atheistischen und agnostischen Kulturchristen nicht nur dürfen, sondern sogar, um der heiligen Geistin willen und Göttin sei Dank, nicht nur sollen, sondern müssen?

Wenn Orient und Okzident dasselbe tun, ist es noch lang nicht das Gleiche?

Der außerirdische Besucher vermeint es als erste Interpretation.

Daß wir Modernisten was ganz anderes, eigentlich was ganz, ganz anderes meinen, begreift er erst nach weiteren Erforschungen der Terra-Kultur. In einem nur mir publik gemachten älteren Bonmot: Als er zuhause über die Geschlechter der Menschen berichtet, sagt er: Es gibt zwei, das Geschlecht und das Gegut.

Und wenn man ihn nach der Gleichberechtigung fragt, antwortet er: In den Verfassungen steht, kein Geschlecht darf benachteiligt werden, außer das männliche.

So präzise kann interstellare Anthropologie sein. Aber wir sind keine Außerstellaren, weswegen uns diese Klarheit aus der Distanz fehlt. Nun, eigentlich nicht schicksalshaft, aber doch kulturell bedingt. Es bedarf eines Aktes der Überschreitung der sozialisierten Attitüde der Patriarchalität, die nach der dafür herangezogenen Metapher als die Matrix bezeichenbar ist. Take the red pill and see! So das Motto von A Voice for Men.

Das war schon vor 100.000 oder 200.000 oder 7 Millionen Jahren das Thema, wie Genesis 3,17 als Beitrag zur anthropologischen Psychologie der Geschlechter klarlegte.

Damals ersetzte Gott, der Herr laut Auskunft seines Propheten Moses die noch nicht entwickelte Pharmazeutik und das Internet. Und meinte, wer nicht hören will, muß fühlen.

Und fühlen tun wir’s ja. Alle. Er und sie und es. Aber Kapieren ist im Fühlen noch nicht vorgegeben. jedenfalls nicht gleich sondern erst nach der entsprechenden Eskalation der Frustration.

Ich bin kein orthodoxer Jude und kein evangelikaler Christ, aber wenn die Auskunft, die erhellt, seit 3000 oder so Jahren mündlich und sogar schriftlich vorliegt, gibt es keinen vernünftigen Grund, nicht darauf hinzuweisen.

Moses ist der Knaller. Nur wir heute glauben, er hat einen. In den monotheistischen Religionen hat das Patriarchat seine Hegemonie religiös etabliert, flöten die existenziell Unmusikalischen. Aber selbst die distanzlose stellare und planetare Anthropologie kann schon seit Jahrzehnten nicht mehr guten wissenschaftlichen Gewissens von einem nichtpatriarchalen Zustand etwaiger archaischer Kulturen träumen. Die Pseudomatriarchate, denen Mitdreißiger in der Männerrechtsszene so gern aufsitzen – so wie die in der Frauenrechtsoperettenkulisse – waren und sind nicht mehr als Touristenattraktionen und so authentisch matriarchal wie ein Bordell.

Und switchen wir von Genesis zu Apokalypse, erfahren wir, daß die Schamlosigkeit ein Weib ist, das in ein Faß gesperrt wird. Irgendwie hätten wir alle gern, daß das demselben den Boden ausschlägt. Weil wir die goldene Regel berücksichtigen und zwar nach bestem Wissen und Gewissen. Dafür brauchten wir keine Frauenbefreiung und keinen Feminismus. Auch keine Religion. Das ist uns angeboren, soweit es unseren engeren oder erweiterten Genpool betrifft. Aber wir kennen auch die platinene Regel, die mit der heiligen Maria Mutter Gottes kodifiziert wurde: De feminis nil nisi bene. Was lateinisch vielleicht falsch ist, aber abendländisch zur Ehrensache erhoben wurde.

Das begreifen auch die Männerrechtler nicht unbedingt so leicht: Sie stehen nicht gegen den Feminismus sondern gegen das Patriarchat in der Verballhornung des Abendlands. Anders: der Feminismus ist das verballhornte Patriarchat des Abendlandes. Statt den Frauen genauso wenig Ernstnahme zukommen zu lassen, wie sie es aufgrund ihres Nichternstnehmens sozialer und politischer Verantwortung verdienen, gewährt man ihnen die Narrenfreiheit auf der einen Seite, aber behandelt sie auf der anderen nicht als Närrinnen sondern als zurechnungsfähige Mitbürger weiblichen Geschlechts.

Was sollen die armen Mädchen denn anderes daraus schließen, als daß sie kraft ihrer Geschlechtschromosomen zwar die gleichen Rechte beanspruchen dürfen, aber nicht die gleichen Pflichten wie Männer erfüllen brauchen?

Und wenn sie schon erleben, daß sie Rechte ohne Pflichten haben, warum dann nicht logisch weiter gehen und den superioren Status so weit treiben versuchen, wie es reingeht?

Ob man das jetzt Feminismus nennt oder weiblichen Opportunismus, ist für die Betrachtung der Angelegenheit egal. Man muß sich nur von seinem Idealismus herablassen zur Beachtung der Realität. Dann ist es ja nicht Geheimsache sondern offenbarer Alltag privat und politisch, daß Frauen wie Kinder so weit gehen, wie man sie läßt. Und wie Kinder entwickeln sie nie ein eigenes soziales und politisches Gewissen, wenn sie niemand finden, der ihnen Grenzen setzt, die sie nicht überschreiten können, ohne empfindliche Nachteile zu ernten.

Der Westen ist schuldig der Verwahrlosung der Mädchen und Frauen. Das heißt, der westliche Mann hat seine sozialisierende Aufgabe der Frau gegenüber nicht wahrgenommen. Über eine lange Reihe von Generationen immer inkonsequenter und nachgiebiger und unverläßlicher. Wir Heutige sind die Erben und Fortsetzer dieser Verantwortungslosigkeit. Die einen, relativ seltenen von uns bemerken es und fluchen des Ideals der Ritterlichkeit und des Typus des Gentlemans und Kavaliers und gebärden sich als Heroen der Mündigkeit dafür, der Rest hält sie für daneben. Und obwohl der Rest bloß nachhinkt in einer bestimmten, nur durch Schaden zu erringenden Klugheit, mangelt es am sachlich gerechtfertigen geduldigen Mitleid mit der Mehrheit. Wir, die vermeintlichen Helden der Emanzipation des Mannes von Jahrhunderten und auch Jahrtausenden der Verblendung, haben nur Glück gehabt, nichts weiter.

Es mag – und logischerweise wird es auch – mit der Zeit hinauslaufen auf Bürgerkriege zwischen Kavalieren und Emanzipierten, aber jeder einzelne, der nicht in den Genuß unserer uns auferlegten Pflicht zur Aufklärung und Rettung aus der Hypnose gelangt, ist kraft seiner nicht selbstverschuldeten treuen Verblendung genauso ehrenhaft und respektabel wie wir, und wir sind es, die unser Möglichstes tun müssen, ihn zu bekehren.

Es ist ein sentimentaler Irrtum aufzuklären: Die matriarchale Verfaßtheit der westlichen und zunehmend der globalen Gesellschaft wird nicht durch einen Kampf oder Krieg gegen die Feministinnen beendet werden, sondern durch einen zwischen aufgeklärten und noch verblendeten Männern, zwischen emanzipierten und noch nicht emanzipierten Opfern des familiär übertragenen Frauenschützerideals des Abendlandes. Von ihren Müttern hypnotisierte Söhne werden in bestem Wissen und Gewissen die Zivilisationsfeinde der reaktionären und ewiggestrigen Antifeministen zur militärischen Räson bringen. Die Verteidiger des Fortschritts, der Zivilisation, der Menschenrechte, getragen vom edelsten aller Antriebe, der Aufopferung für das Gute. Ganz genauso wie die Amerikaner gegen die Nazis. Das wird das Selbstverständnis sein. Für die Freiheit, gegen die Unterdrückung. Für den Fortschritt, gegen den Rückschritt. Für die Gleichheit, gegen die Sklaverei.

Ein anderer sentimentaler Irrtum: Der mögliche Zusammenbruch des kapitalistischen Finanz- und Wirtschaftssystems, die mögliche Armut und Arbeitslosigkeit weltweit wird mitnichten die gynozentrische und feministische Kastenordnung ganz von allein untergraben und zum Einsturz bringen. Nicht die Bohne. Die Staaten werden alles tun, um die Frauen, Mütter und Töchter zu retten und zu unterstützen, während sie die Männer, Väter und Brüder als Kollateralschaden abtun. Bis zum letzten Sack Weizen oder Reis. Und unter Einsatz aller militärischen und polizeilichen Eingreiftruppen, aller Gerichte und Standgerichte.

Es wird den Politikern, Bürokraten und Kommandanten Ehrensache sein, die rebellierenden Männer in die Schranken zu weisen, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln. Konzentrationslager für Japaner akzeptierte Amerika im Zweiten Weltkrieg problemlos. Noch viel problemloser wird die Welt solche für Männer akzeptieren, die gegen die Benachteiligung zur Selbsthilfe greifen.

Ein weiter Irrtum: Rebellionen benachteiligter Männer, mit oder ohne Wirtschaftszusammenbruch und Hungersnot, werden nicht in einer letztlichen revolutionären Abschaffung des Feminats enden, sondern in einer Diktatur desselben, vergleichbar mit dem sowjetischen System oder dem maoistischen, in der expliziten Diktatur des Feminariats. Antifeministen werden wie Taliban konnotiert sein, daher auch keine andere Aktionsmöglichkeit als jene haben.

Derartige Behauptungen sind zuallererst willkürlich. Wer bin ich, oder wer ist irgendwer, um derartige Voraussagen treffen zu können? Prinzipiell können sie daher nur als Warnung und Aufzeigen von alternativen Szenarien zu idealistischen, naiven und sentimentalen Hoffnungen der Unterdrückten und Gedemütigten gesehen werden.

Aber eine Dimension sollte zu Bewußtsein gebracht werden: Es geht um adamische Fragen, nicht bloß historische. Es geht um evolutionäre Kalibrierungen, nicht bloß zivilisatorische. Es geht um die Antwort auf die Singularität in der Evolution der Spezies. Die darin besteht, daß die von Anfang an bestehende Unkontrollierbarkeit der Fortpflanzung pharmazeutisch und medizinisch und legalistisch nicht nur kontrollierbar geworden ist, sondern diese Kontrolle nur der weiblichen Hälfte der Sexualpartnerschaft und der Gesellschaft ermöglicht wurde. Pille und gefahrlose und daher  legalisierte Abtreibung und künstliche Befruchtung sind die funktionalen Determinanten. Die Gesetzeslage zur Elternschaft und Familie sind die daraus folgenden Rahmenbedingungen.

Es handelt sich um eine Singularität, und daraus ergibt sich die Unmöglichkeit, auf historische oder auch instinktive Bewältigungsstrategien zurückzugreifen. Selbst eine technisch bewerkstelligte Aufhebung der Schwerkraft wäre leichter handhabbar. Oder die Erfindung eines von natürlichen Ressourcenbeschränkungen unabhängigen Energie-Generators.

Als Einschub: Der Feminismus ist bloß die Rationalisierung und Instrumentalisierung der Singularität nach dem eingeborenen Impetus des Weiblichen, sich den gegebenen Möglichkeiten mit maximalem Profit anzupassen.

Mit oder ohne Pathos: 7 Millionen Jahre waren wir von der Natur des Körpers abhängig, seit ca. 60 Jahren sind wir es nicht mehr.

Wenn Weisheit überhaupt als Kriterium anerkannt wird: Unsere 7 Millionen Jahre lang erworbene Weisheit reicht nicht aus, um mit der Kontrolle über die Fortpflanzung zurechtzukommen.

Und was haben wir bis jetzt bewerkstelligt? Wir haben diejenigen, denen mithilfe der Pharmazeutik die Macht über die Fortpflanzung unilateral ermöglicht wurde, zur Herrin über diejenigen erhoben, die diese Macht nicht haben.

Private Macht legitimiert gesellschaftlichen Status und politische Macht. Das ist unser praktiziertes Prinzip.

Wir fragen nicht nach den Grundlagen dieser Macht und wir vergeben gesellschaftlichen Status und politische Macht nicht nach der Autorität, die diese Macht verleiht, sondern nach der Faktizität, wer sie zur Verfügung hat. Wir kreieren eine Kastengesellschaft danach. Ist das nicht einfältig?

Gut, lassen wir es dabei, wie immer fürs Erste! Es handelt sich hier eben um einen von Milliarden Blogs und nicht um den Katechismus.

Muß man was anmerken zum Titel der “Schamlosigkeit des Weibes”? Wohl doch. Über das Evidente hinaus, das statistische Überrepräsentation von Frauen das Verdienst der Frauen sei und die von Männern die Schuld der Gesellschaft oder der Politik, machen sich die “Weiber” noch der opportunistischen Demagogie schuldig, totalitäre Vorgehensweisen bei uns zu rechtfertigen, die sie woanders als unmoralisch und menschenunwürdig hinstellen. Und das eben sogar im gleichen Atemzug. Ist das nicht peinlich?

Nicht für die durchschnittliche Frau und ihren ritterlichen Diener. Nicht für Politiker der Grünen oder der Roten oder der Schwarzen. Doch für die der Blauen und Orangen. Nicht für Journalisten. Doch für dilettantische Journalisten, die Blogger.

Es ist fast ehrenrührig, zumindest zwei- oder mehrschneidig, aber die sogenannten rechten Parteien sind eben die einzigen politischen Organisationen, die die Selbstbehauptung und Würde der Männer noch teilweise achten:

Die [Stellungnahme] des BZÖ:

Ein „entschiedenes Nein“ kommt seitens des BZÖ durch Mediensprecher Generalsekretär Stefan Petzner zu einer gesetzlichen Frauenquote im ORF. Petzner: „Wir lehnen gesetzliche Quoten als falsches Instrument zur Gewährleistung von Gleichberechtigung ab. Im Übrigen hat der ORF ganz andere Probleme, die es zu lösen gilt.“  …

Dazu ein Kommentar der FPÖ vom 2. 11. 2009:

Frauenquoten mit Geldstrafen sind auch innerparteilich ein Irrweg

Immer mehr manövriere sich Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek mit ihren Quotenforderungen auch innerparteilich in eine Sackgasse stellt FPÖ-Frauensprecherin NAbg. Carmen Gartelgruber zu den jüngsten Aussagen der Ministerin in den „Salzburger Nachrichten“ fest: „Bruno Kreisky muss sich ja im Grabe umdrehen – bald wird sich kein „guter“ Mann mehr für die SPÖ aufstellen lassen,  wenn nun intern schon mit Strafen gedroht wird, falls „Mann“ das Mandat erreicht. Und welche wirklich gut qualifizierte Frau will das?“ Geldstrafen für die Nicht-Einhaltung einer Frauenquote von 40 Prozent bei der Erstellung der Listen für Landtags- und Nationalratswahlen einführen zu wollen, sei skurril, so Gartelgruber: „Zwar gibt es auch in Tirol bei der SPÖ keine Gleichstellung: So sitzt keine SPÖ-Frau in der Landesregierung und die Vizebürgermeisterin von Wörgl musste für einen Mann sogar auf ihren Listenplatz bei der Nationalratswahl verzichten. Aber mit Strafen zu drohen, ist jedenfalls der falsche Weg – kein Wunder, dass der SPÖ die Wähler verloren gehen. „Ja“ zu Gleichbehandlung und Gleichberechtigung, aber eine Diktatur des Emanzentums ist jedenfalls abzulehnen!“

Gleichsinnig äußern sich politisch für Männer Engagierte:

Und die der Männerpartei:

Die Forderung nach einer Frauenquote für den ORF ist ein weiteres Beispiel der Doppelmoral im Bereich der Gleichberechtigung der Geschlechter.  Wer den ORF kennt, weiss, dass diese Einrichtung längst von Frauen dominiert ist. Das kann man unter anderem auch an der unsachlichen Berichterstattung zur Gleichberechtigung der Männer erkennen. Wenn überhaupt, müßte es eine Männerquote bei den Redakteuren und Sendungsverantwortlichen geben. Eine Quote, die nur Frauen bevorzugt und vorhandene Frauendominanz verstärkt, ist sachlich nicht gerechtfertigt.

Und Vertreter von Wirtschaftsunternehmen ( die sich dem ideologischen Wind noch nicht aus imagepolitischen Gründen angepaßt haben):

am 1. 11. 2009 auf derStandard.at:

Geschlechtigkeit statt Gerechtigkeit?

Warum die Behauptung, dass Frauen generell weniger verdienen als Männer, realitätsfremd und die Forderung nach einer Frauenquote in Führungspositionen kontraproduktiv ist – Von Norbert Griesmayr
Braucht die Privatwirtschaft wirklich einen gesetzlich auferlegten Zwang – Stichwort „Quotenregelung“ -, um mehr Top-Positionen mit Frauen zu besetzen? Konkret verlangt derzeit etwa SP-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in Anlehnung an das Vorbild Norwegen, dass 40 Prozent aller Aufsichtsratspositionen an Frauen vergeben werden müssen (deren Anteil in heimischen Aufsichtsräten derzeit nur rund zehn Prozent beträgt). – Eine sinnvolle Forderung? Mitnichten. (…)

Zur Person: Norbert Griesmayr ist Generaldirektor der VAV Versicherungs-AG.

Das sind die Fakten der in der professionellen Presse veröffentlichten Meinungsvielfalt. Die Opposition besteht zwischen den Feministen-per-Image und den anderen, die sich noch um die Frage der Gerechtigkeit und der Realitätsbezogenheit bemühen.

Die dilettierende private Presse der Blogger und Forenschreiber der sogenannten Männerbewegung geht konkordant mit den “Rechten” und den “Kapitalisten”, die der Feministen mit den Parteien an der Macht.

Aber eigentlich verhält es sich umgekehrt. Die “rechten” Politiker haben so wie die nachzüglerischen Unternehmer und Manager noch nicht oder nicht oder nicht mehr den Kontakt zur Realität und zur Moralität aufgegeben. Weil sie es sich leisten können oder noch leisten zu können glauben. Die Männerbewegung hat sowieso kein Image und keinen Markterfolg zu verlieren.

Es ist ganz tröstlich, wenn auch nicht politisch relevant, daß man sehen kann, daß es ausschließlich um Opportunismus geht. Weil der Machterhalt als Motivation dazu führt, daß man auf die Stimmen der per se spontan opportunistischen Weiblichkeit nicht verzichten will.

Oder kennen wir die flammenden Leitartikel gegen feministischen Opportunismus und die sonst bei jeder Gelegenheit abgelieferten Beteuerung von moralischer Indignation darüber von der Seite der machthabenden politischen Funktionäre?

Scheiß drauf, denken sie alle. Hauptsache: Frauen vor, noch ein Tor! Das bringt Leserinnen und Wählerinnen.

Aber keiner von ihnen gestünde auch in der stillsten Stunde ein: Das Weibliche ist schamlos opportunistisch. Offenbar instinktiv gesteuert.


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