Lyncht keine Muslime – und keine Politiker!

Die Presse ergeht sich politisch korrupt und vergißt zufällig die Anführungszeichen oder eine andere Kennzeichnung ihrer Artikelüberschrift als Wiedergabe einer Behauptung anderer:

Schulbücher transportieren Negativ-Bild des Islam

Eine deutsche Studie kritisiert, dass Muslime pauschal als religiös und “vormodern” dargestellt werden und ein Gegensatz zu Europa konstruiert wird. Untersucht wurden auch österreichische Schulbücher.

Das Wesentliche aus der Darstellung der Presse:

(…) trügen die Lehrmaterialien dazu bei, die Gräben zu vertiefen.

Mitautorin Susanne Kröhnert-Othman schlug insbesondere eine Neubarbeitung der Kapitel zur Migration vor: “Hier sollte vermieden werden, Muslime als Sondergruppe außereuropäischer Zuwanderer zu präsentieren, deren mitgebrachte Traditionen per se eine Integration in europäische Einwanderungsgesellschaften verhindern.”

Institutsdirektorin Simone Lässig beklagte “eingefahrene Wahrnehmungsweisen”, die “durch Schulbücher oft über Generationen hinweg unreflektiert weitergetragen” würden. Die Bücher seien nicht geeignet, populistische antiislamische Argumente zu entkräften.

Kann mir jemand sagen, mit welchem Recht sich Mitarbeiter eines Forschungsinstitutes als Proponenten politischer Ziele und Programme zur ideologischen Umerziehung der Bürger, im besonderen der Schulkinder gebärden?

War der Auftrag für die Studie, festzustellen, wie man die Schulbücher umschreiben müßte, damit sie für die Propaganda bestimmter politischer Agenden bestimmter politischer Akteure brauchbar werden?

Man darf leider mit einem lauten und deutlichen “Ja!” antworten:

Das Kuratorium legt die Grundlinien der Institutsarbeit sowie den jährlichen Haushaltsplan fest (…).

Was noch nicht so aussagekräftig ist, aber:

Im Kuratorium des Instituts sind Repräsentanten derjenigen Bundesländer vertreten, die das Institut bis 2010 finanziert haben:

  • Brandenburg (Viola Mauve-Hönnicke)
  • Bremen (Dr. Wolff Fleischer-Bickmann)
  • Hamburg (OSR Martin Speck)
  • Hessen (MR Christoph Stillemunkes)
  • Niedersachsen (Kultusminister Dr. Bernd Althusmann)
  • Nordrhein-Westfalen (RRin Dr. Sonja Wrobel)
  • Rheinland-Pfalz (MR Herbert Tokarski)
  • Saarland (MR Dr. Michael Ernst)
  • Sachsen (MinDirig Thomas Rechentin)
  • Sachsen-Anhalt (Torsten Klieme)
  • Schleswig-Holstein (RegSchDir Michael Tholund)
  • Thüringen (Dr. Klaus Paffrath)

Für das Sitzland gehören Bundesratsdirektor a.D. Prof. Georg-Berndt Oschatz, Landtagspräsident a.D. Prof. Rolf Wernstedt, Hans-Werner Schwarz, MdL und Vizepräsident des Niedersächsischen Landtags, sowie Dr. Gabriele Heinen-Kljajic, MdL dem Kuratorium an.

Für den Bund haben das Auswärtige Amt (Stefan Krawielicki, VLRI) und das Ministerium für Bildung und Forschung (Antje Scharsich) je einen Sitz inne.

Darüber hinaus sind die Deutsche UNESCO Kommission (Präsident Minister a. D. Walter Hirche) und die Technische Universität Braunschweig (Präsident Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Jürgen Hesselbach, Vertreter: Prof. Dr. Hans-Peter Harstick) im Kuratorium vertreten.

14 von 16 Vertretern sind Regierungen, der 15. ist Ex-Regierungsmitglied, und genau ein Vertreter ist für eine wissenschaftliche Institution dabei.

Damit auch keiner der sogenannten Forscher hinterrücks auf dumme, d. h. forscherische oder zumindest oppositionspolitische statt regierungspolitische, Gedanken kommt:

Zur Vorberatung des jährlich zu verabschiedenden Haushalts hat das Kuratorium einen Haushaltsausschuss gebildet. Sein jetziger Vorsitzender ist Walter Hirche, Minister a. D. und Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission.

“Institut für politische Schulbuchzensur” ist der Realname hinter dem Nick.

Gut, daß die journalistische Ethik der Presse nicht so weit geht, den informationsüberfluteten Leser mit solchen Paraphernalien von sogenannten Studien zu befassen, er könnte sonst einen postdemokratischen Burnout erleiden und politophob werden. Eventuell sogar in Gefahr geraten, Terroranschläge gutzuheißen.

Aus den Mitteilungen des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung:

„Modernes Europa“ versus „antiquierter Islam“ – die Darstellung von Islam und Muslimen in europäischen Schulbüchern

Cornelia Pieper bilanzierte: „In dem Maße, wie es gelingt, Türen in andere Welten, Kulturen und Religionen zu öffnen und Brücken zu anderen Menschen zu bauen, werden wir gemeinsam zum friedlichen Miteinander in der Welt beitragen können.“

Genau. Die Geschichte beweist es. Als die Europäer die Türe zur Welt, den Kulturen und Religionen des amerikanischen Kontinents geöffnet hatten, begannen sie mit deren Eroberung, der Zerstörung und beinahe vollständigen Ausrottung sowohl der Menschen als auch der Kulturen und Religionen.

Als sie die Türe nach dem südlicheren Afrika geöffnet hatten, holten sie sich, was mittels Eroberung und Sklavenarbeit zu holen war, sogar Menschen, als Handelsware für ihre Geschäfte.

Durch die Türe nach Südamerika das Gleiche, nur ohne Sklavenhandel, aber inklusive Sklavenarbeit. Die Kulturen und Religionen zerstörten sie, ohne mit der Wimper zu zucken, und zwangen den Eingeborenen ihre mitgebrachte Kultur und Religion auf.

Die arabische islamische Expansion bis Südfrankreich und Indien beinhalteten Kopfsteuer und eingeschränkten und erniedrigenden Bürgerstatus (Dhimmi) für die sogenannten Buchreligionen und Islamisierung für die sogenannten Heiden. Später gab es Verwüstungen von Kirchen, Folterungen, Plünderungen und eine drückende Steuerlast für Christen. Im 13. Jahrhundert wurden in Indien die hinduistischen Tempel und Schriften zerstört und den Hindus eine Ungläubigkeitssteuer auferlegt, sowie den Bauern die Hälfte ihrer Erträge abgeknöpft. Und so weiter, und so fort. Genaueres ist unter den obigen Links  oder mittels Google für jeden Schüler nachzulesen.

Modernes Europa versus antiquierter Islam – die Selbstdarstellung von Muslimen und das Bekenntnis von “Europäern”

Und genau in diesem Punkt ist der Islam zu weiten Teilen vormodern und mittelalterlich, steckengeblieben sowie rückschrittlich und verstockt unaufgeklärt. Weder die Religionsfreiheit, noch die Trennung von religiöser und staatlicher Hierarchie ist für einen guten Teil der Moslems selbstverständlich, noch die für den westlichen christlichen Teil der Welt seit zumindest nach dem zweiten Weltkrieg unwidersprochenen und verfassungsgemäßen demokratischen bürgerlichen Freiheitsrechte. Im Gegenteil, traditionelle und reaktivierte Positionen des dezidierten religiösen Fundamentalismus sind weit verbreitet.

Ein Jahrzehnt lange öffentliche Äußerungen in Diskussionen von muslimischen wie nichtmuslimischen Wissenschaftlern und anderen damit befaßten Experten haben genau dieses Bild ergeben und genau dieses Problem der islamischen Kulturen und Gesellschaften als zentrales Defizit der Entwicklung diagnostiziert. Eben nicht waren oder sind es Vorurteile, um die es geht, sondern die Zuschauer waren im Gegenteil ohne Ahnung oder fixen Auffassung dieser essenziellen Stagnation in der Vormoderne, bevor die sich auf den Islam berufenden Terroristen auf den Plan getreten sind.

Erst seitdem sieht man laufend Medienberichte über die mittelalterlichen Zustände der Rechtssprechung und anderer gesellschaftlicher Odnungskomponenten in Saudiarabien, im Iran oder in den Golfemiraten neben den Nachrichten über den regelmäßigen Terror zwischen den Fraktionen innerhalb der islamischen Welt. Erst seitdem erfährt man von Ausschreitungen und gewalttätigen Reaktionen der von islamischem Klerus aufgehetzten Gläubigen rund um die Welt, wenn irgendwo im christlichen und säkularen Westen etwas publiziert oder geäußert wird, was dem islamischen Fundamentalismus gegen den Strich geht. Erst seitdem trat das Phänomen der Selbstzensur des Westens als Kleinbeigeben angesichts der Drohung mit gewalttätigen Racheaktionen auf.

In vielen europäischen Schulbüchern wird der Islam vereinfachend als homogene Einheit dargestellt. Muslime erscheinen als religiöses, vormodernes Kollektiv außereuropäischer „Anderer“, dem ein gleichfalls homogenes, modernes Europa gegenübersteht. Aus dieser Perspektive ist die religiöse Differenz unveränderlich. Betont wird die Konfrontation mit Europa, während Gemeinsamkeiten kaum dargestellt werden.

Der vorletzte Satz entbehrt der Nachvollziehbarkeit, außer man insinuiert die Erwartung einer durch Einwanderung und größere Kinderzahl von Muslimen sich ergebende zukünftige Dominanz des Islam und seines Fundamentalismus auch in Europa. Was höchstwahrscheinlich ist, wenn die Reaktivierung religiöser Bindung und Bedeutung sich fortsetzt, die zumindest im Islam neben einer Entbindung und Säkularisierung zu beobachten ist. Es könnte theoretisch auch die Erwartung eines gewissen christlichen Fundamentalismus, wie er aus den USA bekannt ist, gemeint sein, was auch und speziell als Reaktion auf die Verbreitung des Islam in Europa plausibel erscheint. Dann wäre Europa eben genauso ein religiöses Kollektiv, allerdings nicht unbedingt vormodern, sondern wohl bloß vorpostmodern.

Die Betonung der Konfrontation mit Europa entstammt den Stimmen des Islam, in durchaus vielfältiger und keineswegs nur “islamistischer” Quellenlage, aber eben sowohl politisch als auch vor allem moralisch und kulturell, wobei es der Westen ist, nicht nur Europa, von dem man sich konfrontativ distanziert. Demokratie, Säkularität, Entmoralisierung, Sexualisierung, Auflösung der Familie – zu allem kann man entschiedene Skepsis bis zu leidenschaftlicher Ablehnung hören.

Zugleich ist die konfontative Abgrenzung “unserer europäischer Werte” eine jahrelang zu hörende Litanei und Grundlage von Talkshows, politischer “Bekenntnisse” und legalistischer Maßnahmen wie Burkhaverbot, Kopftuchverbot, liturgischer Verdammungen der Ehrenmorde, der arrangierten Ehen, der restriktiven Sexualmoral und das Widersagen der patriarchalen Familienstruktur und der angeblichen unmenschenwürdigen Unterdrückung, Benachteiligung und Entrechtung der Frauen-und-Mädchen im Islam.

Diese unversöhnlichen Aburteilungen sind fixer Bestandteil des Credos der politischen Korrektheit und jederzeit nachweispflichtig für jeden, der ein öffentliches Amt oder öffentliches Ansehen zu halten wünscht.

Es kommt also einer Scheinheiligkeit allerersten Ranges gleich, wenn von Schulbuchautoren bzw. sie kontrollierenden staatlichen Stellen verlangt wird, genau das zu verschweigen oder zu verniedlichen, was einen so tragenden Pfeiler der gesellschaftlichen und politischen Stellungnahme zu den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Kultur Europas mit islamischen Kulturen darstellt. Oder Homogenität zu leugnen, während es zugleich stets als “europäischer Konsens”, also als Homogenität konstituierend für die einzelnen Kulturen des Kontinents benannt wird.

Wenn die Kritik an den Schulbüchern eine differenziertere Darstellung verlangt, dann ist das zwar zu begrüßen, aber sämtliche angeführten sonstigen Kritikpunkte sind falsch. Man kann mit wenig abwegiger Phantasie wohl zurecht behaupten, gezielt irreführend. Sowohl der Islam als Religion mit seinen verschiedenen Fassungen und Schulen als auch die muslimisch geprägten Gesellschaften und Staaten weisen genau die Charakteristika auf, die in den Zitaten des GEI zur Studienpräsentation gerügt werden.

Die Analyse der Braunschweiger Forscher ergibt (…), dass zwischen dem Islam als Religion und muslimisch geprägtem kulturellen und politischen Alltagsleben ebenso wenig unterschieden wird wie zwischen den vielfältigen Ausprägungen des Islam etwa in der Türkei, der arabischen Welt oder Indonesien. Aktuelle Schulbuchdarstellungen würdigen zwar die zivilisatorischen Beiträge des arabisch-islamischen Mittelalters, bringen aber die grundsätzlich polarisierende Auffassung nicht ins Wanken. Sie suggerieren vielmehr, dass muslimisch geprägte Gesellschaften seit dieser Blütezeit in kulturellem Stillstand verharren.

Der intergeschäftskulturelle Dialog rechtfertigt politische Zensur

Der ausschließlich politisch und ideologisch motivierte Auftritt bzw. Aufrag für die Studie wird nachvollziehbar im folgenden Zitat:

Mit Blick auf die Beziehungen Europas zur muslimischen Welt stellte die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, dazu fest: „Die auch in modernen europäischen Schulbüchern weiterhin enthaltenen verein­fachenden Darstellungen des Islam stehen einem glaubwürdigen interkulturellen Dialog mit der muslimisch geprägten Welt im Weg.“

So wie die vereinfachenden Darstellungen, daß China eine Diktatur ist, in der es keine Informationsfreiheit, keine Meinungsfreiheit, keine Versammlungsfreiheit, keine Freiheit der politischen Betätigung, dafür aber Zensur des Internets und aller Medien und Veröffentlichungen, willkürliche Verhaftungen, Hausarreste und Haftstrafen für kritische Äußerungen gegen Partei, Staat und Politik, die Todesstrafe für alle möglichen Delikte, öffentliche Hinrichtungen zur Einschüchterung der Bevölkerung, Zwangsabtreibungen und Zwangssterilisierungen, die brutale Unterdrückung sämtlicher Unabhängigkeitsbewegungen, die gezielte Zerstörung und Usurpierung nationaler Kulturen, die Unterdrückung von Religionen und andere solcher totalitärer und tyrannischer Intolerierbarkeiten, einem glaubwürdigen Dialog im Weg stünden. Und daher Politiker den Dalai Lama nicht empfangen und die genannten universellen chinesischen Verletzungen der Menschenrechte möglichst nie thematisieren.

Um des intergeschäftskulturellen Dialoges über Milliardeninvestitionen willen.

Die ideologische Motivation zur politischen Korrektur

Um des billigen Selbstwertgefühls der dem Hirten Zeitgeist blind folgenden und sich selbst als fortschrittlich, tolerant, aufgeschlossen, multikulturalistisch, emanzipatorisch und kurz: edel, hilfreich und gut wähnenden Schafherde willen, die die Diskurshoheit beansprucht.

Ohne sich einen Moment darüber Gedanken zu machen, daß ihr Wahn der Volksbevormundung und -umerziehung und Indoktrination der Kinder und Jugendlichen von Staats wegen das antidemokratische und scheinfreiheitliche, das meta-autoritäre, meta-autokratische und meta-totalitäre Nonplusultra des Fundamentalismus darstellt.

Die übelste Manipulation und Propagandaherrschaft aller Zeiten, weil sie als Wolf im Schafspelz daherkommt und vor den Wölfen warnt, die im finsteren Wald unseres gefährlichen primitiven Eigendenkens lauern.

Werwölfe sind wir alle miteinander, das müssen wir endlich einsehen, wir neue Zöglinge. Chauvinisten, Rassisten, Antisemiten, Nazis, Vergewaltiger, Kindesmißbraucher, Terroristen, Homophobe, Islamophobe und Transphobe, sollten unsere Erzieher nicht dafür sorgen, daß die Türen zu unserem primitiven paranoiden Innern verbarrikadiert und zugemauert und in Echtzeit dauerüberwacht werden.


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