OECD fordert Beschäftigungsoffensive für Männer

Der Standard schreibt:

Finanzkrise hat 13 Millionen Jobs vernichtet

Männer von Krise stärker getroffen, auch Österreich ist betroffen – Nur Deutschland und Chile habe weniger Arbeitslose

(…) Die Beschäftigung der Männer sei im OECD-Durchschnitt mit 2,7 Prozent besonders kräftig zurückgegangen, die der Frauen dagegen nur um 0,6 Prozent.

(…) Die Entwicklung der einzelnen Gruppen am Arbeitsmarkt ist hingegen unterschiedlich verlaufen. Bei Männern stieg die Arbeitslosigkeit von 4,0 Prozent im Jahr 2007 auf 4,6 Prozent im Jahr 2010. Bei Frauen ist sie von 5,1 Prozent auf 4,3 Prozent gesunken. Die Jugendarbeitslosigkeit der bis 24-Jährigen ist im Vergleich vor und nach der Krise in Österreich nur leicht gestiegen, und zwar von 8,7 auf 8,8 Prozent. (APA)

Soweit ich weiß, ist die sogenannte Jugend entweder männlichen oder weiblichen Geschlechts. Weshalb es entweder die OECD oder der Standard nicht für angebracht halten, darüber zu informieren, wie es sich mit der Arbeitslosigkeit der jungen Männer im Vergleich mit der der jungen Frauen verhält, bedarf der Vermutung. Man wird wohl nicht falsch liegen, den allgemeinen Trend, daß Männer Arbeitsplätze verloren haben in der Krise, und Frauen solche gewonnen, auch auf die jungen unter den Männern und Frauen zu beziehen. Das Verschweigen der geschlechterspezifischen Aufschlüsselung ist in Betracht auf die frauenförderliche öffentliche Meinung realistisch nur so zu deuten, daß es unter den Jungen ganz besonders “positiv diskriminativ” zugeht, was die Arbeitsplätze betrifft.

Als Feminist bin ich für regelmäßige Finanzkrisen, weil sie dem UN- und EU-Ziel der “gender equality” offenbar geeignete Dienste erweisen. Mädchen und Frauen haben durch die jüngste aufgeholt. Woran man sieht, daß Frauen die Männer auch abhängen können, was sowieso schon seit Urzeiten fällig gewesen ist. Ein schöner Beleg für die wissenschaftlich längst belegte Tatsache, daß Frauen mit Krisen besser zurecht kommen als Männer! Nicht nur in der Schule und auf der Universität lassen die Mädels die Burschen als Loser zurück, sondern auch auf dem Arbeitsmarkt beweisen die Resilienteren ihre überlegene Power. Der Mann wird in absehbarer Zeit nicht mehr umhinkommen, sich einzugestehen, daß er der Schwächere ist. Hätte er eine minimale Ausstattung von Vernunft, würde ihm der Umstand, daß Männer in den westlichen Staaten eine viermal so hohe Selbstmordrate wie die Frauen haben, für diese Erkenntnis reichen. Oder der weltweit zu beobachtende Umstand, daß die durchschnittliche Lebenserwartung des Mannes um 5-6 Jahre unter der der Frau liegt. Nur Afghanistan und ein paar andere zurückgebliebene, ungebrochen patriarchalische Staaten weisen noch eine gleichlange Lebenszeit der Geschlechter auf. Das hat er davon, daß er die Industrialisierung eingeführt hat! Und die Hygiene, die die Sterblichkeit der Frauen im Kindbett drastisch reduzierte. Oder sollte es nicht bekannt sein, daß erst um die Jahrhundertwende zum zwanzigsten die gleichen statistischen Lebenserwartungen zu ungleichen wurden? Wie unter anderem Camille Paglia darauf hingewiesen hat, wäre es nach den – bescheidenen, sag ich mal –  Frauen gegangen, lebten wir noch immer unbeschwert in Höhlen und Gras- und Baumhütten, und der Mann glaubte mitnichten, daß er sich für Frau und Kinder pflichtschuldigst und klaglos krank und zu Tode arbeiten muß. Die Welt entdecken, den Mond besuchen, mein Gott, die ganze Chuzpe! Es ist die höhere Gerechtigkeit der Allmutter, die ihn Mores lehrt. Du wollen hoch hinaus? Du zahlen mit Krankheit, Unglück und frühem Tod! Du wollen sein besserer Mensch, edel, hilfreich und gut? Du zahlen mit rausgeschmissen Werden, deine Kinder nicht mehr Sehen und nur mehr Roboten und Überweisen für sie und ihre Mutter! Alles hat seinen Preis, so ist das eben. Aber gut, das ist ein unbeabsichtigter Schlenkerer, vulgo: Exkurs. Zurück zur Arbeitslosigkeit! Und zur nichtfeministischen Identifizierung!

Es ist nur logisch, daß die OECD eine, wie man in der Presse sagt, Beschäftigungsoffensive für die von der Finanz- und Wirtschaftskrise überproportional geschädigten, also, genauer, unterm Strich einzig geschädigten Männer einfordert, denn die Geschlechtergerechtigkeit ist das nicht hintergehbare Prinzip moderner Politik, wie wir alle täglich erinnert werden. Es wäre auch geradezu frevelhaft, die durch die Entwicklung des Arbeitsmarktes benachteiligten Männer nicht durch politische Maßnahmen so zu unterstützen, daß sie den bevorzugten Frauen gleichgestellt werden. Immerhin haben wir eine Armee von Gleichstellungsbeauftragtinnen für solche Zwecke und den heiligen Schwur auf Gendermainstreaming von allen Regierungen.

An diesem Punkt muß ich eingestehen, daß die Überschrift für den Artikel vorschnell, wenn nicht naiv und realitätsfern geschrieben wurde: Fakt ist, es gibt kein Wort, und man hört keinen Ton von einer logisch anhängigen Beschäftigungsoffensive für das benachteiligte Geschlecht. Irgendwie weiß ich nicht warum. Andererseits weiß ich es leider doch, aber ich will es  – offenbar – nicht wahrhaben. Wenn ich mich daran erinnere, daß die Amerikanerinnen aus der Politik und in der Öffentlichkeit angesichts der Krise präventiv geschrien haben, man müsse politisch dafür sorgen, daß die Frauen nicht darunter zu leiden hätten und nun verstärkt zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen für Frauen alles Menschenmögliche unternehmen, müßte mir doch sofort klar sein, daß weder die OECD noch irgendein anderer Verein, schon gar nicht Wirtschaftsexperten, politische Parteien und Regierungsmitglieder, die auf den Rückhalt in der weiblichen und feministischen, also der einzig existierenden öffentlichen Öffentlichkeit angewiesen sind, auch nur ein ein Wort in eine so unpopuläre Richtung wagen würden. Wahrscheinlich nicht einmal zu denken den Wagemut aufbringen.

Das ist mein Mangel an Disziplin, das Durchbrechen des idealistischen Traumes von Gerechtigkeit und Vernunft, ein okkasioneller Kontrollverlust, für den ich mich entschuldigen sollte. Nicht, daß es für die Zukunft oder alle Ewigkeit auszuschließen wäre, daß die Politik nach dem Prinzip verfahren könnte, Hilfe, wo Hilfe benötigt wird. Nicht, daß die Ideologie, Frauen muß man helfen, Männer sollen selber schauen, wie sie zurecht kommen, nicht irgendeinmal in der Geschichte als geschlechterrassistische Ungerechtigkeit verpönt werden könnte, das nicht. Nur jetzt, hier und heute sind wir nicht an diesem Punkt, sondern woanders. Ganz woanders, ganz und gar woanders, halt. Und das darf man eben nicht vergessen. Sonst klammert man sich an Illusionen und verliert den Kontakt zur Wirklichkeit.

Darum widerrufe ich auch in aller Form die Überschrift:

“OECD sieht keinen Anlaß für eine Beschäftigungsoffensive für Männer”.


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