Humanitärer Skandal in Wien: Vater erhält Sorgerecht für die Kinder trotz dreimaligen Einspruchs der Mutter

Wien Wieden. Ein eklatanter Bruch der internationalen humanitären Installationen hat sich im 4. Wiener Gemeindebezirk Wieden zugetragen. Einer Frau und Mutter ihrer vier Kinder wurde das Recht auf Alleinerziehung trotz ihres dreimaligen Einspruchs von einem Gericht aberkannt. Besonders alarmierend ist die Tatsache, daß sogar das Jugendamt, das sich für den Verbleib der Kinder in der Obsorge der Mutter ausgesprochen hatte, diese Entscheidung nicht verhindern konnte. Offensichtlich maß das Gericht dem Gutachten einer Psychologin mehr Gewicht bei als der Stellungnahme der langjährig erfahrenen MitarbeiterInnen der Behörde. Obwohl die Kinder schon seit zwei Jahren bei der Mama und dem Opa leben, erhob die Gutachterin den Vorwurf, die Mutter würde die Kinder vernachlässigen. Der Vater, ein Installateur, behauptet, er handle im Interesse der Kinder. (Quelle: Print: Mama kämpft um Kids. Wiener Bezirkszeitung, Nr. 46, 16. November 2011. Online: Dieser Opa kämpft um seine Enkerln.)

Es ist erschreckend, welche soziale Kälte sich in der österreichischen Familienrechtssprechung breitmacht. Dem Opa Peter S. traten Tränen in die Augen: “Am Freitag wird er die Kinder abholen und nicht mehr zurückbringen.” Die Mutter Martina Ch. fürchtet, ihre Kinder nur noch alle 14 Tage für ein paar Stunden sehen zu dürfen.

Bedenklich ist vor allem die Verunsicherung der scheidungswilligen Mütter, die mittels solcher Urteile in begründete Ängste gestürzt werden, die traditionelle Rolle geschiedener Väter zugemutet zu bekommen. Ein derartiger Bruch mit der bewährten sozialen Sicherheit für Frauen und Mütter ist wohl kaum mit dem Prinzip der Gleichstellung der Frau vereinbar, sondern stellt einen gefährlichen Rückschritt in patriarchalische Verhältnisse dar. Der Kampf um Frauenrechte kann nicht gewonnen werden, solange es Richter gibt, die in falsch verstandener Berufung auf sogenannte Expertinnen die Fortschritte der Emanzipation desavouieren.

Man darf sich nicht davon täuschen lassen, daß bis jetzt laut Statistik in Österreich 90% der Sorgerechtsentscheidungen routinemäßig zugunsten der Mütter ausfallen, denn wie das Beispiel USA zeigt, sind 85% der zu erwartende nächste Schritt, und ehe man sich’s versieht, ist das Frauenrecht auf reproduktive Selbstbestimmung ganz einfach unterlaufen, ganz so als ob Väter die gleiche angeborene Aufopferungswilligkeit und Selbstlosigkeit besäßen wie Mütter.

Daß die Würde der Frau unantastbar ist, scheint sich in der Alpenrepublik noch nicht wirklich durchgesetzt zu haben.

Anders wäre es nicht erklärbar, warum in einem sonst so humanitär orientierten Magazin wie der bezirkszeitung.at Beiträge geduldet werden, die die fortschrittliche Arbeit des Jugendamtes, das die Würde der Frauen und Mütter gegen die egoistischen Attacken der patriarchalischen Erzeuger seit Jahrzehnten vorbildlich verteidigt, in den Schmutz ziehen. Es dürfte der Rückständigkeit der Landbevölkerung zuzurechnen sein, die sich aus katholisch-bäuerlicher Tradition gegen die urbane Kultur wendet. “Gänserndorf” – nomen est omen – und typischerweise ist es eine Frau als Autorin des rückschrittlichen Beitrags, die sich dem Einfluß des traditionellen Überbewertung der Relevanz des Vaters nicht entziehen kann. Einen besseren Beleg für die perfide Manipulation des Patriarchats, das Frauen ihre eigene Entwertung als Gerechtigkeit verkauft, kann man schwerlich konstruieren.

Umso wichtiger is es, daß aufgeklärte Männer wie Richard Bernato  in einer Massenpublikation wie der Bezirkszeitung zu Wort kommen. Ich empfehle den Lesern, ihm ihre Unterstützung zur Behandlung des Themas auszusprechen ( http://regionaut.meinbezirk.at/login/#compose) oder einen solidarischen Kommentar zu verfassen, wenn er auch die Mühe einer Registrierung voraussetzt (http://regionaut.meinbezirk.at/wien-04-wieden/chronik/dieser-opa-kaempft-um-seine-enkerln-d113843.html/action/posted/1/#comment66521).

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