Falsches Opfer getötet

Die FAZ berichtet:

In einem australischen Krankenhaus ist bei einer mit Zwillingen schwangeren Frau versehentlich der falsche Fötus abgetrieben worden. Ärzte in Melbourne hatten der Frau geraten, einen der beiden Jungen in der 32. Schwangerschaftswoche abzutreiben, weil er unter einem Herzfehler litt, der ein Überleben allenfalls nach jahrelangen Operationen ermöglicht hätte, wie die Zeitung „Herald Sun“ berichtete.

Nachdem sie sich zu dem Schritt durchgerungen hatte, hätten die Ärzte am Dienstag jedoch den falschen Fötus abgetrieben. Im Zuge eines langwierigen Kaiserschnitts mussten sie dann noch den zweiten kranken Fötus entfernen. Die Eltern hatten nach Medienberichten bereits Namen für die beiden ausgewählt.

Das Königliche Frauen-Krankenhaus von Melbourne bestätigte die „furchtbare Tragödie“ und leitete am Donnerstag eine Untersuchung ein. Die Familie der Frau kritisierte die Entscheidung des Blatts, ihre Bitte um Diskretion zu ignorieren. Das Medieninteresse habe die Familie in dieser ohnehin „sehr schwierigen Zeit“ zusätzlich belastet. Quelle: AFP

Kommentare:

Na und?

Wenn ungeborene Kinder nach Belieben weggemacht (getötet) werden können, kann ein kleiner Fehler dabei wohl kaum eine “furchtbare Tragödie” genannt werden. Oder aber man nennt das millionenfache Töten ungeborener Kinder ebenso, aber das wäre dann wohl uncool.

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Tragödie

Bildunterschrift: “Eine furchtbare Tragödie: Ärzte haben das falsche Kind abgetrieben”. Eine Tragödie ist, dass generell abgetrieben wurde. Beide Kinder hätte man leben lassen sollen.

Aus der Herald Sun:

A hospital spokeswoman said: “The Royal Women’s Hospital can confirm a distressing clinical accident occurred (on Tuesday).”This is a terrible tragedy and the hospital is deeply sorry for the loss suffered by the patient and her family.”

Health Services Commissioner Beth Wilson, who resolves complaints against Victoria’s hospitals, said she was shocked.

“I have never dealt with a case like this before,” she said.

Health Minister David Davis said: “This is an absolute tragedy for all concerned and my sympathies are with the family.”

“I have been assured by the chief executive officer of The Royal Women’s Hospital that a thorough investigation is underway and support is being provided to the parents, extended family and staff directly involved.

Und vor einer Stunde:

UP to three investigations will be launched to find out how a healthy 32-week-old foetus was accidentally terminated at the Royal Women’s Hospital.

Die Herald Sun ergeht sich in Artikel nach Artikel darüber, eine pseudotragische Schlagzeile nach der anderen:

Am Schluß heißt es schon “Horror”. Die scheinheiligen Demagogen! Das ganze scheinheilige Pack! Die ganze zynische feministrante Mörderbande!

Kindisch, die Wortwahl? Uncool, wie der Kommentar in der FAZ sagt. Das hoffe ich. Wenn die coole Hälfte der Leserschaft in Repräsentanz der coolen Hälfte der Bevölkerung sich über die Begriffe scheinheilig, zynisch, feministrant und Mörderbande mokiert, ist ja schon was gewonnen.

Der relative Horror, der weder von der FAZ noch von Herald Sun erwähnt wird, ist der Umstand, daß das kranke Kind knapp 8 Monate alt war, also schon seit ein bis zwei Monaten im Falle einer Frühgeburt im Brutkasten überlebt hätte, ungeachtet der im konkreten Fall bestehenden medizinischen Komplikationen des Herzfehlers. Es handelt sich um eine “late term”-Abtreibung, die in den meisten Ländern verboten ist, selbst in den brutalen USA nur in einigen erlaubt. Die Gesetzeslage in Australien ist daher der grundlegende Horror relativ zu unserem mit 12 Wochen als Grenze.

Das Prinzip, “Gnädige Frau, bringen wir das Kind lieber um, es macht ihnen sowieso nur Scherereien und verursacht Kosten!” ist der nächste relative Horror, den weder die Zeitung noch der Gesundheitsminister noch irgendwelche Funktionäre von Berufsverbänden thematisieren.

Um es in alttestamentarischer Gerechtigkeitsauffassung zu sagen: Es geschieht der Mutter, dem Vater, falls er dem – ja leider, es ist so trotz peinlicher Wortwahl – Mordplan zustimmte, und sämtlichen beteiligten Ärzten sowieso und mindestens, der Krankenhausleitung und allen indirekt Beteiligten ebenfalls recht. Es geschieht ihnen allen recht, und jedes Mitleid oder Entsetzen über die “Traumatisierung” ist absolut unangebracht. Je unangenehmer die Konsequenzen für alle Beteiligten, desto besser.

Über das Erregen von Anstoß für die Wortwahl hier hinaus wirklich und notwendig zu gewinnen wären tägliche Alpträume jeder einzelnen Frau, die schon einmal ein Kind im Bauch umbringen ließ, genauso der Männer, die zugestimmt haben oder sogar dahinter waren. Und reihenweise schwere Depressionen von Frauenärzten beiderlei Geschlechts, inklusive der entsprechenden Frequenz von Suiziden. Das Gleiche für alle, die an der Legalisierung der Abtreibung als Propagandisten oder Legislatoren mitgewirkt haben.

Notwendig wäre ein moralischer Aufstand, im Zuge dessen nicht nur Abtreibung ausnahmslos gesetzlich verboten wird, sondern mit unbedingten Gefängnisstrafen verfolgt, die nicht unter der für Totschlag liegen dürfen, wenn es sich um eine dafür qualifizierte Situation handelt; sonst, das heißt in den allermeisten Fällen, wäre Mordanklage zu erheben. Ärzten und Hebammen wäre zusätzlich lebenslang die Berufserlaubnis zu entziehen.

Die Gesetzeslage der bisherigen Jahrzehnte seit den 70er Jahren ist einzuordnen wie die der Nürnberger Gesetze im Dritten Reich, als Manifestation eines sogenannten Unrechtsstaates, eines menschenverachtenden und mörderischen Regimes.

Es tut dabei nicht das Geringste zur Sache, daß beinahe die ganze Welt das gleiche Regime nach und nach errichtet hat, genauso wie es nichts zur Sache getan hätte, wenn die Nazis tatsächlich die Alliierten besiegt hätten und erst nach Jahrzehnten eines Dritten Weltreichs durch eine Revolution das nationalsozialistische Imperium gefallen wäre.

Die moralische Revolution gegen die Legalität der Abtreibung ist genauso unwahrscheinlich oder wahrscheinlich wie jede andere in der Geschichte. Und genauso notwendig.


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