Der falsche Michelle

Der ORF schreibt:

Haftaufschub für Geschlechtsumwandlung

Es ist ein kurioser Fall für die Justiz: Im November wurde ein Double der Schlagersängerin „Michelle“ wegen Betrugs zu 15 Monaten Haft verurteilt. Nun hat der 28-jährige Oberösterreicher einen Haftaufschub beantragt, um eine Geschlechtsumwandlung abschließen zu können.

Schließlich hänge davon ab, ob die falsche Michelle in ein Frauen- oder Männergefängnis kommt. Für den Anwalt des Doubles ist klar. Es liege eine Vollzugsuntauglichkeit vor, bis die Geschlechtsumwandlung abgeschlossen ist. Dazu habe man auch ein Privatgutachten eingeholt, das diesen Aufschub empfiehlt.

Er ist ein Betrüger. Doppelt. Beim ersten Mal kam er dafür vor Gericht und wurde verurteilt. Der zweite Betrug wurde ihm vom Staat nicht nur straflos gestattet, sondern dieser beging ihn wissentlich mit ihm gemeinsam, man könnte sagen, der Staat beging einen Betrug an der Allgemeinheit und ermöglicht damit dem Betrugswilligen seine Straftat, die nicht als solche gilt. Jetzt muß man zumindest als Richter oder sonstige Amtsperson einen Mann als Frau anreden.

(…) [D]er 28-Jährige aus Oberösterreich ist seit einigen Wochen als Frau im Standesregister eingetragen, auch Geburtsurkunde und Reisepass wurden geändert.

Mit welcher Rechtfertigung? Er wär’ halt lieber eine Frau. Ganz, ganz, total tausendprozentig viel lieber. Na dann, mein Lieber, wenn einer so viel Inbrunst in seine Wünsche legt, werden wir ihn doch nicht enttäuschen. Wir sind ein Sozialstaat und tolerant und ja, eigentlich ist Selbstverstümmelung gesetzlich verboten, aber es ist schließlich eine ehrenhafte, er will das minderwertige Männliche hinter sich lassen und der Welt das höherwertige Weibliche vorspielen. Nennen wir es nicht Kastration, was er von Chirurgen verpaßt bekommen soll, nennen wir es Geschlechtsumwandlung. Nun, wir wissen natürlich, daß es eine Geschlechtsumwandlung nicht gibt, aber sei’s drum, es sieht halt so aus als ob, und in Zeiten wie diesen, wo es um nichts als das Image geht., ist da kein relevanter Unterschied zu konstatieren. Ist nicht die edelste Aufgabe des Staates die therapeutische? Und heißt Therapie nicht, den Leuten ihre dringlichen Wünsche zu erfüllen? Eben! Wenn die arme Seel’ halt keinen Frieden findet, bevor sie nicht kastriert ist, soll sie in Gott’s Namen ihren Willen haben. Früher haben Eltern ihre Söhne kastrieren lassen, damit sie mit einer hohen Stimme in der Oper Karriere machen konnten, es gibt also eine Tradition von Präzedenzfällen. Und damals konnte man gar nicht einmal davon ausgehen, daß die Buben damit einverstanden waren, außer mit der Aussicht auf Ruhm und Geld. Im Vergleich mit der Vergangenheit stehen wir also gut da, denn wir achten strikt darauf, daß einer volljährig ist, bevor ihm die Krankenkasse so eine Operationsserie bezahlt. Und dann auch nur, wenn ein paar Psychologen ein positives Gutachten darüber schreiben.  Außerdem ist es ja mehr als eine bloße Kastration. Es wird ihm eine Vagina gebastelt, ist das nicht ein großer Unterschied? Er kriegt  doch einen Ersatz für das, was ihm verlorengeht. Nun, nicht wirklich, Eierstöcke pflanzen sie ihm nicht ein, und Kinder kriegen kann er dann auch keine. Aber immerhin, ficken kann er sich lassen, und nicht nur von hinten. Außerdem erspart er sich die Empfängnisverhütung und die Abtreibungen, das ist auch zu berücksichtigen beim Deal. Wenn man dann noch bedenkt, daß er jetzt nicht nur zum privilegierten Geschlecht gezählt wird, sondern zusätzlich noch den fast sakralen Status eines Genderhelden, also, ich meinte, einer Genderheldin beanspruchen darf – was will man mehr? Und Kinder? Mein Gott, die ersteht man günstig in einem Entwicklungsland oder produziert sie mit Eispenderin, Samenspender und Leihmutter, das ist auch keine Hexerei heutzutage, wenn man sich’s leisten kann. Ein Ticket nach Kalifornien und vielleicht 50 000 Dollar reichen schon. Wenn’s Elton John tut, der immerhin ein Sir ist und ein guter Freund von Prinz Charles, kann auch nichts wirklich Peinliches oder gar Perverses dran sein.

Die Psychologen, die Psychiater, die Sozialarbeiter und die Ärzte sind halt Helfer mit Leib und Seele, sie können das Leid eines Menschen an seiner Natur nur bis zu einem gewissen Grad der Intensität der Erbarmungswürdigkeit mitansehen. Wenn so ein Bursche dann noch mit Selbstmord droht, hat er bewiesen, daß Vernunft und Fachwissen auszuschalten sind, daß er nicht mehr als monoman psychotisch, nicht mehr als Selbstverletzer und Selbstverstümmler einzuordnen ist, sondern als Wunder der Natur, ja der metaphysischen Anthropologie, in der eine weibliche Seele sich bei der Inkarnation geirrt hat und in einen falschen, einen männlichen  Körper geschlüpft ist. Wer weiß, was für unglückliche Zufälle oder dämonischen Einflüsse dafür verantwortlich sind. Soweit ist die Wissenschaft noch nicht. Ob der Satan schuld ist oder das Patriarchat, daß eine Frau einen männlichen Körper in ihrem Bauch zusammengebastelt hat, obwohl die Seele einen weiblichen gebraucht hätte? Ob irgendein frauenfeindlicher Dämon von ihrer Gebärmutter Besitz ergriffen hat, bis es zu spät war? Es bleibt ein ungelöstes Rätsel der Natur und der Geisterwelt.

Gottseidank hat die Medizin Mittel und Wege gefunden, solche dämonischen Effekte zu exorzieren und den Seelen genüge zu tun, die unschuldig zum Handkuß gekommen sind.

Und gottseidank ist der Gesetzgeber auf der Seite der Mißhandelten und Geschundenen, der Opfer der Täter, wer diese auch seien. Das ist zutiefst humanistisch, emanzipatorisch und konstruktivistisch. Und wer für die Menschenrechte ist, muß auch für das Recht auf das Geschlecht der Wahl eintreten. Nicht nur bei den Kindern im Bauch, sondern auch und noch viel mehr bei den Erwachsenen. Denn obwohl man den ersteren mit dem falschen Geschlecht zuschreiben kann, daß sie lieber sterben als die Mutti enttäuschen, ist es bei letzteren der konsistent vor Zeugen geoffenbarte freie Wille, also hieb- und stichfest authentisch und souverän. Wie jede andere Wahnidee auch. Aber das ist ein anderes Kapitel. Ein reaktionäres.


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