Ärschinnenkriecher unter sich

Wer?

Ein Managementtrainer und ein sogenannter Männerrechtler, der ein Interview des Ersteren empfiehlt.

Wie?

Der Managementtrainer sagt:

Sprenger: Es ist ein Mythos, dass Frauen bewusst oder unbewusst von einem männlich dominierten Management diskriminiert werden. Gute Frauen setzen sich ohnehin durch – wenn sie wirklich wollen. Hingegen werden sich die Karrierechancen für Männer unter der Quote rein statistisch verschlechtern. Auf Jahrzehnte hinaus. Männer sind schon heute bei vielen Bewerberrunden nur noch Sättigungsbeilage. Niemand kann absehen, ob das wirtschaftliche Kollateralschäden haben wird. Verhängnisvoll finde ich den Angriff auf die Würde der Frauen. Spürt denn niemand, dass man Millionen berufstätige Frauen zu Opfern erklärt? Und dass die Politik sie opfert, um ihren medienwirksamen Luxusdiskurs abzufeiern? Man könnte meinen, die Quote sei ein Riesentrick der Männer, damit sie eine wirklich leistungsstarke Frau nicht als Wettbewerberin anerkennen müssen, weil sie ja “nur” eine Quotenfrau ist. Früher dachte ich, nur Quotenfrauen wie von der Leyen rufen nach der Frauenquote. Heute weiß ich es besser. Wer da ruft, das ist die Solidargemeinschaft barmherziger Brüder.

Der Männerrechtler zitiert mit Empfehlung des Interviews:

Es ist ein Mythos, dass Frauen bewusst oder unbewusst von einem männlich dominierten Management diskriminiert werden. Gute Frauen setzen sich ohnehin durch – wenn sie wirklich wollen. Hingegen werden sich die Karrierechancen für Männer unter der Quote rein statistisch verschlechtern. Auf Jahrzehnte hinaus. Männer sind schon heute bei vielen Bewerberrunden nur noch Sättigungsbeilage. Niemand kann absehen, ob das wirtschaftliche Kollateralschäden haben wird. Verhängnisvoll finde ich den Angriff auf die Würde der Frauen. Spürt denn niemand, dass man Millionen berufstätige Frauen zu Opfern erklärt? Und dass die Politik sie opfert, um ihren medienwirksamen Luxusdiskurs abzufeiern?

Frauen werden aufgrund ihres Geschlechts gegenüber Männern  bevorzugt, das heißt: Männer werden aufgrund ihres Geschlechts gegenüber Frauen benachteiligt.

Dem Managementtrainer ist das nicht mehr wert als einen Hinweis auf Statistik. Mitleid hat er dafür nicht mit ihnen sondern mit “der Wirtschaft”. Und verhängnisvoll findet er weder, was Männern angetan wird, noch was dem Prinzip der Gleichberechtigung der Bürger von der Seite der Politik, der Journalisten, die Quotenforderungen aus der Politik unterstützen,  und den Managern, die ihr Mäntelchen nach dem Wind drehen, zugefügt wird. Nein, was den Frauen angetan wird, wenn sie bevorzugt werden, das sei verhängnisvioll! Ihre Würde würde dadurch angegriffen, ja sie würde von der Politik zu deren eigenen Zwecken geopfert. Der Interviewte, der Männer nicht der Empathie und der Sympathie wert findet, geht zur Rechtfertigung der Idee der bevorzugten Frauen als Opfer noch einen absurden Schritt weiter, den uns der Männerrechtler im Zitat vorenthält:

Man könnte meinen, die Quote sei ein Riesentrick der Männer, damit sie eine wirklich leistungsstarke Frau nicht als Wettbewerberin anerkennen müssen, weil sie ja “nur” eine Quotenfrau ist. Früher dachte ich, nur Quotenfrauen wie von der Leyen rufen nach der Frauenquote. Heute weiß ich es besser. Wer da ruft, das ist die Solidargemeinschaft barmherziger Brüder.

Konsequente Ärschinnenkriecherei. Männer sind eben konsequent. Wenn sie einmal eine unhaltbare dogmatische Position eingenommen haben, ziehen sie sie beinhart durch bis zum unfreiwillig satirischen Ende; wenn es sein muß, bis zur Selbstpersiflage.

Er bringt es nicht über sich, jemand anderem als den Männern selbst die Schuld an ihrer Benachteiligung zu geben, zuerst nur im Konjunktiv, zuletzt im Indikativ. Nein, es sind nicht die unbarmherzigen Schwestern, die auf die typisch männliche Idee der Würde pfeifen und jede Würdelosigkeit schulterzuckend auf sich nehmen, wenn sie daraus einen handfesten Vorteil ziehen können, denn so sind die Schwestern nicht, so sind nur Politikerinnen, nicht einmal die, nur Quotenprofiteusen unter ihnen, nur diese würdelosen Ausnahmen des würdevollen Geschlechts. Es sind die Brüder, nicht die Schwestern. Die – haha – barmherzigen! Mit ihrer – hoho – Solidargemeinschaft!

Es kann doch nicht die Berechnungsgemeinschaft der unbarmherzigen Schwestern sein, die ihren fiktiven Opferstatus seit ewigen Zeiten im Klagemund führen, um jenseits von Gut und Böse jeden zynischen Gewinn für sich herauszujammern, den die naiv barmherzigen Männer sich moralisch aberpressen lassen!

Selbstverständlich nicht, denn Frauen sind edel, hilfreich und gut, selbstlos, einfühlsam und gerecht. Das weiß man als Zeitgenosse. Überhaupt, wenn man interviewt wird. Und Männer das Gegenteil.

Und der Männerrechtler?

Auch nur ein Mamarechtler? Strategisch, Kollegen, nur strategisch! Man muß ein Auge zudrücken, wenn man ein Interview mit Kritik an der Frauenquote findet. Auch wenn es ödipale Misandrie bis zum Überlaufen verkocht. Vielleicht auch: Man kann ja nicht alles bis zum Schluß lesen und außerdem noch überlegen, was da eigentlich gesagt wird, wenn man vielbeschäftigt ist. Und wer ist das heute nicht?


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